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Triathlon, ich habe dich vermisst! | Eine Hommage

Ironman 70.3 Kraichgau

Normalerweise hat man noch wochenlang etwas von einem 70.3 aufgrund von Muskelkater. Okay, den hatte ich auch. Aber dieses Mal habe ich mindestens genauso lange etwas davon aufgrund dieses atemberaubenden Kopfkinos!

Aber eins nach dem Anderen.

“15 Minuten feinster Triathlonporno!!”

“One of the best triathlon competition videos I’ve ever seen.”

“Ich habe noch nie so oft Gänsehaut gehabt wie bei diesem Video!”

Das waren die Reaktionen auf das Rennvideo aus dem Kraichgau. Und die Sätze spiegeln nur im Ansatz wieder wie ich mich vor Ort gefühlt habe. Wäre da nicht strapazierfähige Haut gewesen, wäre ich explodiert. Deswegen sah ich vielleicht auch – ich zitiere – ‘etwas propper’ aus. Danke fürs Kompliment M*****F*****! 😀

 

Ironman 70.3 Kraichgau

Alle Fotos von Marcel Hilger

Ironman 70.3 Kraichgau

Es war ein Fest, eine Party, eine Show im perfekten Setting. Mit Sicherheit kam alles zusammen. Das Wetter, die Zuschauer, das krasse Starterfeld und in meinem Fall was das Filmen und begleiten angeht vielleicht auch etwas Glück. Oder mit Sicherheit. Aber auch das muss man sich verdienen. Ich will hier weniger auf den Wettkampf und die Ergebnisse eingehen. Hier geht es um meine persönlichen Eindrücke vom Wochenende und wie und was ich erleben durfte. So narzistisch musst du erstmal sein, sowas niederschreiben zu wollen und auch noch zuzugeben! HAHA!

Von der ersten Sekunde war dieses Feeling etwas Besonderem in der Luft im Kraichgau. Direkt ein Rewe vor der Wechselzone! WOW! Besser geht nicht! Ein persönlicher Canyon-Fahrer, der neben seiner Mechaniker-Skills auch noch mein Bodyguard hätte sein können. (In Reality war er nicht wegen mir da, sondern duldete mich nur, aber PSSSST….)

Triathlon ist ein toller Sport

Sogar der See sah geil aus. Hast du im Langener Waldsee noch das Gefühl bis nach Frankfurt zu schwimmen, weil du die letzte Boje nur schemenhaft erkennen kannst, in diesem Hardtsee sieht das nicht hart, sondern easy aus. Zumindest vom Ufer aus! Und dann die Leute da. Alle so nett, da wolltest du aus der Wechselzone gar nicht mehr raus beim Bike-Check-In. Es war einfach das perfekte Setting. Wetter passt perfekt und beim Sonnenmilchauftragen hatte man auch schon vergessen, dass es zwei (wie nervig) Wechselzonen gibt. Dir als Athlet ist das im Rennen ja scheiß egal, dein Anhang hasst dich spätestens, wenn er im Shuttle-Bus sitzt. Aber, um es Positiv zu sehen. Die zweite Wechselzone war soooooooooooooooo schön. Wann läuft man mal in einem so langen ‘L’ aus der Wechselzone mit so vielen Zuschauern für 400 Meter, die abgehen, als hätte man ihnen Turbo-Zäpfchen gegeben, die kurz davor sind for free auf den Mond zu schießen. GEIL!

Ironman 70.3 Kraichgau

Ironman 70.3 Kraichgau

Also, geil für die Athleten. Nicht aber, wenn du wie ein Depp (weil vollbepackt, als wäre ich der Gepäckträger einer der Leute die auf den Mond fliegen) mit der Kamera hinter Laura Philipp her sprintest, um danach ein Sauerstoff-Zelt zu benötigen. Zu allem Überfluss folgendes Original-Zitat von Laura im Zielbereich zu mir:

“Als du den ganzen Weg hinter mir her gelaufen bist, dachte ich mir: Man bin ich langsam, wenn der dir hinterherlaufen kann.”

Ich hoffe mal, es war etwas Ironie dabei. Also, ich denke mal. Moment. Ich ruf sie mal schnell an. Das muss ich jetzt wissen…

…ging nicht ran! Ist auch egal. Riesen-Performance von ihr, da darf sie sich eh alles erlauben. Zurück zum Unwichtigen!

Es gibt einige mehr Gründe, warum das so ein Schlüssel-Erlebnis-Wochenende war. Ich versuche es mal sinnvoll in Worte zu packen. Kennt ihr das, wenn ihr erst wieder merkt wie sehr ihr etwas vermisst habt, wenn ihr es wieder macht oder davon umgeben seid?

Viele bekannte Gesichter habe ich wieder gesehen. So herzliche, fröhliche Menschen, die so eine tolle Ausstrahlung haben, dass sie deinen Akku direkt wieder voll aufladen. Nico Irmler ist so ein Kandidat. Auf diesem Weg: Kauf deinem Sohn mal ein Rad, dass reibungslos funktioniert und nicht alle in Stress versetzt am Tag vor dem Rennen! HAHA! Wenigstens war der Rewe da. Da haben wir es wieder dieser REWE ist gold wert. (Das hier ist übrigens keine Paid-Post by Rewe) Falls es wer ließt von Rewe, ich könnte euch gut als Sponsor gebrauchen! 😉

Ironman 70.3 Kraichgau

Neben den tollen Menschen und der Atmosphäre, gibt es zwei weitere wichtige Gründe, warum es ein Schlüsselwochenende war.

“Mann, hat das Arbeiten da Spaß gemacht!”

Die Zeit ging so schnell rum. Ich bin gehustled und habe davon nichts mitbekommen. Glücklicherweise habe ich ausreichend Follower, die mich vielen Fotos beglückt haben, in denen ich alles andere als gut aussah. Und nein, wahre Schönheit kommt nicht von innen in dem Fall. Forget it! Gut, dass wenigstens Marcel Hilger da war und für die schönen Fotos gesorgt hat. Ohne seine Fotos wäre dieser Artikel nicht zu ertragen.

Emotionen, Leidenschaft & Verrücktheit = TRIATHLON

Ich gehörte da einfach irgendwie hin. Dabei habe ich mich selbst unter Stress gesetzt am Anfang, obwohl ich überhaupt nichts musste. Niemand hatte mich im Vorfeld bezahlt. Das war meine Entscheidung. Mein Ding. Ganz für mich. Aber ich stellte halt eben schnell fest, dass ich das vor allem für Euch machen wollte. Euch etwas bieten und zeigen, dass ihr so vielleicht nicht gesehen hättet. Und das Feedback auf Youtube zeigte im Anschluss: Es gab scheinbar Einiges, dass so noch nie sichtbar war. Und ich sag euch eins: Es gibt nichts Schöneres, als wenn man etwas für andere macht und sich dabei so wohl fühlt. Absolute Erfüllung hoch 10!

Ironman 70.3 Kraichgau

Ironman 70.3 Kraichgau

Um es mal auf die Marketing-Sprache zu hiefen. Es war sowohl C2C ein voller Erfolg, als auch B2B. Ich weiß, viele von Euch kotzen sich immer aus über Ironman, die Kommerzialisierung und zu vielen Athleten. Ja, das ist ein Problem. ABER ich muss hier mal wieder eine Lanze brechen für das Team in Deutschland. Wenn ihr im Rennvideo GENAU hinguckt, seht ihr das auch und spürt es. Schaut euch nur die letzte Minute an. Die Umarmung vom Ironman Europa-Boss Steinmetz mit Laura Philipp. Das Lächeln hinter den gelben Blumen von Lisa (welche übrigens nicht für mich waren!) oder der herzlichen Geste von Simon am Ende. Auch an Laura. Merkt ihr was!? Die Lady scheint echt beliebt zu sein.

Aber das sind für mich die wahren Momente dieser Veranstaltung. Nämlich, dass da Menschen am Werk sind, die das wirklich leben. Und glaubt nicht, dass dieser Umgang nur für die Pros gilt. Wenn ihr genau sucht am Anfang des Rennvideos, dann seht ihr Björn am Rennmorgen in der Wechselzone minutenlang mit Altersklassenathleten sprechen, die noch aufgeregt oder verunsichert noch Fragen haben. Sorry, aber das ist nicht selbstverständlich.

Zwei Dinge habe ich wieder gelernt an diesem Wochenende:

Manchmal muss man einfach erstmal viel geben und einfach tun, um für sich einen Schritt weiter zu kommen. Einfach machen. Trauen. Mutig sein. Egal was andere sagen. Ich habe am Ende bei diesem Wochenende drauf gezahlt, was einige nicht verstehen konnten aus Unternehmersicht. Aber mir war das egal. Meine beste Freundin rief mich leicht schluchzend mit Tränen in den Augen an, um mir zu sagen, dass sie aber der ersten Sekunde Gänsehaut hatte und wie stolz sie auf mich wäre.

Das sind unbezahlbare Momente und so wertvolle Worte von einer Person, die nichts mit dem Sport am Hut hat und mir eher immer einen Arschtritt gibt, weil ich mal wieder Höhenflug habe. Und noch was habe ich gelernt:

Man sieht immer nur das was man sehen will. Der Fokus unseres Blickes bestimmt unsere Wahrnehmung. Und ich habe mich entschlossen die schönen Dinge des Sports zu versuchen wahrzunehmen. Denn die sind weitaus mehr und viel wertvoller, als alles Andere.

VIELEN DANK

an Marcel Hilger für die tollen Fotos.

LOVE YOUR PICS. Wer die schönsten Fotos im Triathlon nicht verpassen will, der sollte seinem Instagram-Channel folgen –> Marcel Hilger – Instagram

Wer nicht genug hat, auf meine Youtube-Channel gibt es noch mehr Videos

oder

ihr lest einfach noch mehr Blogs!

 

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