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SCHNELLER IM TRIATHLON MIT VEGAN | TOP20 Triathlon-Tipps 2016

Schneller im Triathlon veganer Ernährung? Nein, ich mache KEINE WITZE! Das ist die Wahrheit und würde auch behaupten wollen, dass für JEDEN gilt. Aber bevor die Vegan-Hater und Liebhaber der Massentierhaltung jetzt schon wegklicken, weil die Wahrheit weh tut, lasst es mich erklären. 

Vor 2 Jahren habe ich angefangen mich vegan zu ernähren. Das erste Jahr lang strikt 100% vegan, in diesem Jahr 2016 war es wie ein Rollercoaster. Es war gab auch eine Zeit da war es mir egal, aber zum Großteil waren es 90% ohne Fleisch, Fisch oder Milchprodukte. Ich denke, also ich kann meinen Standpunkt gut belegen. Für mich war vegan immer und ausschließlich ein Leistungssteigerer. Im ersten Jahr war das extrem. Du fühlst dich ‘lean’, leicht und hellwach – einfach GESUND und AKTIV. Die Vorteile bleiben auch, aber je länger es einfach dazu gehört, desto mehr werden die Vorteile zur Gewohnheit bis du anfängst zu schludern so wie ich in 2016. Die Ergebnisse waren okay, keine Frage, aber ich habe mich nicht so fit gefühlt, so ‘ripped’ wie in 2015.

“EINS IST KLAR: Die Ernährung bestimmt zu 65-70% deine Leistung.”

VEGAN IM TRIATHLON IST EIN LEISTUNGSSTEIGERER

Und der Kopf und das Körpergefühl sind unglaublich wichtig, um leistungsfähig zu sein. Ich habe mich schwer gefühlt (war es auch) und einfach nicht so leichtfüßig. Und das ist nur das rein körperliche Gefühl.  Mit veganer oder stark pflanzlicher Ernährung hat man deutlich weniger bis gar keine Heißhunger-Attacken. Der Blutzuckerspiegel weißt deutlich weniger Spitzen auf. Für mich ist eins ganz klar geworden: Mit veganer oder annähernd veganer Ernährung lässt sich das Gewicht deutlich besser kontrollieren, auch wenn man aufpassen muss und Tipps braucht auf einmal nicht zu wenig zu wiegen. Und 2-3 Kilogramm mehr oder weniger auf den Rippen heißt eine deutliche Leistungssteigerung ohne mehr Training und ohne teures Carbon-Klimsbims. Stichwort Watt pro Kilogramm oder Laufpace. 5kg auf 10km machen by the way ungefähr 2 Minuten aus.

Damit es nicht zu lang wird für einen Tipp, weitere positive Aspekte der veganen Ernährung:

  • besserer Schlaf (bzw. weniger Schlaf nötig)
  • weniger Entzündungen im Körper (weniger krank und verletzt)
  • längeres Sättigungsgefühl
  • deutlich besserer Regeneration

Vor allem die Regeneration ist KEY. Das habe ich dieses Jahr wirklich vermisst. Und bessere Regeneration heißt, dass ihr schneller wieder hart trainieren könnte bzw. die Umfänge besser verkraftet. Nicht ganz unwichtig.

BESSERE REGENERATION MIT VEGANER ERNÄHRUNG

ABER eins ist auch klar: Nicht für jeden ist diese Ernährungsform so easy peasy praktikable. Familien oder Menschen die viel auf Reisen sind. Versteh ich. Habe ich selber erlebt. I know. Ich sage auch nur, dass meiner Meinung nach vegane Ernährung schneller macht. In welchem Umfang man sich pflanzlich ernährt, ist jedem selbst überlassen. Aber ein Schritt in diese Richtung, egal ob im Extrem, nur teilweise oder peu a peu, ist hilfreich. Und kommt mir nicht mit dem Argument GELD! Das ist Bullshit. Es bedarf halt vor allem am Anfang einer Organisation und etwas mehr Zeit in der Küche, aber das legt sich mit der Zeit und der Erfahrung!

Das Jahr 2016 ist noch nicht vorbei. Es kommen noch

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15 Comments

  • Maddin
    23. Dezember 2016 at 10:54

    Hey Rene,
    vielen Dank für den Artikel.
    Schiebe den Versuch auch schon lange vor mir her. Muss auch wirklich sagen, dass unsere zwei Einkäufe für die veganen Wochen echt mächtig ins Geld gegangen sind…
    Vll weil einem an der ein oder anderen Stelle gerne etwas als essenziell für die vegane Ernährung verkauft wird, was dann doch nur teuer und überflüssig ist?!
    Hast du es “frei Schnauze“ gemacht oder hat dir irgend ne Page oder Buch geholfen.
    Dank Dir

    • Sportspinner
      23. Dezember 2016 at 11:35

      Ich habe das am Anfang nach Attila Hildmann gemacht. Einfach Rezepte nach gekocht. Dann frei Schnauze. Gibt viele gute vegane Bücher. Brendan Brazier hat mir viel gebracht.

  • Jannis
    23. Dezember 2016 at 11:13

    Aber was wäre denn, wenn das alles nur subjektives Empfinden ist?
    Ich meine welche biologischen Tatsachen stehen denn dahinter, dass der Verzicht von Milch oder Fleisch entzündungshemmend oder schlaffördernd wirkt?
    Ich bin Vegetarier, allerdings aus ethischen Gründen und glaube irgendwie nicht, dass mir jetzt der Verzicht von Milch- und Eiprodukten zu mehr Leistung verhelfen würde.

    • Sportspinner
      23. Dezember 2016 at 11:36

      Es gibt dazu Studien. Und dass viele Profis mittlerweile als erstes Milchprodukte weglassen, weil es verschleimt zum Beispiel, ist ja nicht subjektiv, sondern Ursache und Wirkung! 🙂

  • Mickey
    23. Dezember 2016 at 21:04

    Hey Rene!
    Kannst du mir ein paar gute Vegane Kochbücher empfehlen? Gibt ja extrem viele und das ist es schwer das richtige zu finden!
    Vielen Dank

    • Sportspinner
      24. Dezember 2016 at 12:22

      Mach ich demnächst mal!

    • saida
      24. Dezember 2016 at 22:32

      Hi!
      Vielleicht hilft es dir anfangs bei Chefkoch.de nach veganen Rezepten zu schauen, oder in den zahlreichen Blogs Mal nach ansprechenden Rezepten zu schauen.
      Kostet nix und die Bilder sprechen oft für sich:-)

      Ich habe im letzten Jahr auch rein vegan gegessen, gekocht und gebacken und dabei die Erfahrung gemacht dass man nicht jede “exotische” Zutat braucht, die in Büchern aufgelistet ist.
      Pinterest ist auch super.
      Viel Erfolg!

  • Dirk
    24. Dezember 2016 at 0:02

    Bin auch seit einigen Wochen dabei die klassischen KH Lieferanten (Weizen, Roggen, …) und Eiweißlieferanten (Quark, Käse, …) durch Alternativen zu ersetzen, die auch weniger Allergene besitzen.

    Schon sehr interessant welche Lebensmittel ich kennenlerne. (Quinoa, Amaranth, Buchweizen, …)

    Auch das Thema seinen Fettstoffwechsel zu trainieren und nicht immer mit aufgeladenen Glykogenspeichern ins Training zu gehen, ist aus meiner Sicht lohnenswert.

    @Rene: Hast du evtl. Rezepte für Energieriegel, die auf pflanzliches Eiweiß bauen und recht KH arm sind?

    • Sportspinner
      24. Dezember 2016 at 12:20

      Nicht wirklich. Zumindest nicht adhoc. Werde mich da mal umhören Anfang 2017.

  • Oliver
    24. Dezember 2016 at 19:04

    Moin Rene,

    ich verfolge schon eine ganze Weile im stillen deine Beiträge und werde das auch zukünftig. Der Mix aus übermitteltem Wissen und Erfahrungen, gepaart mit Unterhaltung gefällt mir gut.

    Nun zum Thema, ich würde dir in großen Teilen recht geben, man fühlt sich leichter durch gesunde, in größerem Maße pflanzliche Ernährung und das Training geht viel besser von der Hand. Nur komplett vegane Ernährung hat für mich 2 entscheidende Nachteile, die das ganze als normal berufstätiger einfach erschweren.

    1. wie schafft man es, ohne monströse Portionen zu essen, an einem harten trainingstag (2-4h) seinen Kalorienbedarf auch nur annähernd zu decken?

    und 2. woher nimmst du ausreichend Eiweiß zu dir, was extrem wichtig ist, auch verletzungsprophylaktisch/für die Regeneration?

    Wäre eine pescetarische Ernährung nicht ein sehr guter Mittelweg?

    Beste Grüße

  • Tom
    25. Dezember 2016 at 0:00

    Der Ansatz sich vegan oder zumindest vegetarisch zu ernähren ist in jedem Fall richtig – die Gründe sind hinlänglich diskutiert und begründet. Viele scheitern allerdings daran, von 0 auf 100 durchstarten zu wollen, ich für mich kann sagen – sich langsam herantasten ist (zumindest für mich) der richtige Weg. Ich habe mit dem Verzicht auf Wurst und Fleisch begonnen, habe mittlerweile weitestgehend Milchprodukte aus meinem Speiseplan gestrichen. Weizen, Kuchen und Kekse finden auch nicht mehr statt. Ein noch größeres Problem ist der Zucker, welcher in fast allen Lebensmitteln unserer Konsumgesellschaft vorkommt. Der Verzicht auf Zucker hat wirklich positive Auswirkungen auf Körper und Training. Wichtig ist, nicht alles zu dogmatisch zu betrachten – mal ein wenig Fisch oder ein gutes Stück Fleisch ein, zweimal im Jahr hat noch keinen umgebracht. Ach, bevor ich es vergesse … frohe Weihnachten allen Sportspinnern gewünscht!

  • Klaus
    26. Dezember 2016 at 10:05

    Das Bild zum Artikel ist super und beinhaltet quasi einen Tip von mir. Alk weglassen. Habe ich komplett seid 10 Monaten gemacht. Dabei von ca. 82 kg auf 72 kg bei 180 cm Körpergrösse abgespeckt. Das merkt man richtig auf den langen Strecken!

    Den Effekt mit deutlich wacher und fitter fühlen habe ich dadurch ebenfalls. Dazu viel besserer und zugleich kürzerer Schlaf.

  • Ralph Gerlach
    12. Januar 2017 at 10:40

    Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich war von ab 2012 1,5 Jahre streng vegan und das war meine stärkste Zeit. Leider bin ich zwischendurch etwas abgedriftet 😉 Seit 4 Monaten bin ich aber wieder vollkommen fleisch-, fisch-, und auch sonst (fast) weg von allem tierischen. Es geht mir einfach wieder viel besser -govegan-

  • Peter
    8. Mai 2017 at 16:36

    Guter, kurz zusammengefasster Artikel.
    Bei mir hat eine vegane Ernährung auch zu einer krassen Leistungssteigerung geführt. Vom besseren allgemeinen Wohlbefinden ganz zu schweigen…
    Leider sind die meisten Menschen absolut uninformiert was das Thema angeht und erwarten eher nachteilige Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit durch eine vegane Ernährung.
    Mit deiner medialen Reichweite und deinen sportlichen Erfolgen solltest du diesem Thema noch etwas mehr Raum geben und entsprechende Aufklärungsarbeit leisten. Die Leute (und Tiere) werden es dir danken.

  • Thomas
    14. Juli 2017 at 12:25

    Toller Artikel!

    Auch ich interessiere mich für die Vegane Küche. Aber ich glaube das bei den Empfindungen die du beschreibst, es eher um deinen Subjektiven Eindruck handelt. Das Vegane Ernährung Leistungs- oder Regerationssteigernd wirkt, ist nicht wissenschaftlich belegt (Studien gibt es für alles). Genauso wenig verschleimt Kuhmilch von innen (Märchen das sich hartnäckig hält aber nicht belegbar ist). Dennoch spricht einiges für die Vegane Ernährung wie zum Beispiel: Meist gesünder (Portfolio-Auswahl an Nahrungsmittel ist besser), Gut um Gewicht zu verlieren oder zu halten (unter diesem Aspekt auch Leistungsfördernd) und vor allem die Ethische Frage bzgl. Umgang mit Lebewesen.

    Wenn aber Vegane Ernährung die von dir beschriebenen Vorteile hätte, würden sich alle TOP Triathleten nur noch Vegan ernähren (im gesamten Bereich Ausdauersport).

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