Sport Triathlon

Regeln für Radler | Wenn Autofahrer durchdrehen

Liebe Autofahrer,

was ist eigentlich los mit Euch? Ja, ich weiß, dass Ihr eine Hupe habt. Ich hatte selber mal eine Karosse. Wenn ich mittlerweile sehe wie rücksichtslos ihr da draußen auf den Straßen chauffiert und dabei glaubt der Herr über alle Straßen zu sein, dann bin ich froh nicht mehr zu Eurer mittlerweile schon fast perversen Gattung zu gehören.

Vergangene Woche war ich mit Profi Fabian Rahn mal wieder radeln. Seit Ewigkeiten mal wieder nicht alleine unterwegs. Schönster Sonnenschein, perfekt getimt zum Feiertag. Es sollte eine schöne 150km-Tour werden, um etwas an den berühmt berüchtigten Radstreifen zu arbeiten. Außerdem würde ich in der Eifel alleine eher umherirren.

Die Freude war also groß. Aber schon wenige Kilometer aus Köln raus, hatte ich schnell einen Tinitus. Nein, normalerweise hab ich keinen. Aber dieses ständige Hupen von diesen chronisch schlecht gelaunten Möchtegern-Straßen-Sherifs war leider nur der Anfang. Ja, okay. Wir sind nebeneinander gefahren.

Man MUSS nicht hintereinander fahren

Aber, wenn wir hintereinander fahren, kann ich auch alleine radeln gehen. Das Radrecht im Übrigen, wenn ich richtig informiert bin, sagt nicht, dass man hintereinander fahren MUSS, so lange man nicht den Verkehr behindert. Auch nicht in kleinen Gruppen unter 15 Personen, wenn der Verkehr nicht behindert wird. Okay. Auch das ist Auslegungssache. I know. Aber, wenn ihr Deppen auf vier Rädern selbst auf übergroß ausgebauten Landstraßen hupt, wenn an einem Feiertag nicht nur fast kein Verkehr ist, sondern auch kein Auto entgegenkommt, dann ist der Zeitpunkt gekommen, wo meine Halsschlagader so groß anschwillt, dass mein Aero-Lenker dagegen klein Aussieht. Bei 20-maligem bisweilen penetranten Hupen, habe ich aufgehört zu zählen und mich dazu entschlossen freundlich zurückzuwinken, als hätte mich gerade meine Omi überholt auf dem Weg nach Hause, um mir schon mal das Stück Kuchen auf den Tisch zu stellen, damit ich dieses nach Ankunft unverzüglich „wegatmen“ kann.

Aber auch das widerliche Hupen war erst der Anfang. Liebster Fahrer eines prolligen SUVs. Du wirst demnächst Post von der Polizei bekommen. Denn glücklicherweise gab es einen vernünftigen Autofahrer da draußen, der die ganze Szenerie, die aus einem Blockbuster hätte stammen können, beobachtet hat und als Zeuge aussagen wird. Was da abgelaufen ist, grenzt an einen Mordversuch. Dieser Perversling fuhr auf einer Landstraße, auf der wir mit 35km/h daher rollten (wegen Rückenwind und so 😉 ), an uns vorbei mit Dauerhupe. Als wir unsere Unterhaltung aufgrund dieses Störgeräuschs mal wieder unterbrechen mussten, voller Aufmerksamkeit des nicht vorhandenen Feiertags-Verkehrs, ging dieser Verbrecher vor uns voll in die Eisen und bremste uns absichtlich aus. Auf einer Landstraße wohlgemerkt bis wir fast zum Stehen kann. Unfassbar. Aber anstelle besser schnell weiterzufahren, damit ich mir den Idioten nicht vorknöpfe, versuchte uns dieser Autofahrer, als wir an ihm vorbeifahren wollten, abzudrängen in den Gegenverkehr.

Kurze Zeit fanden wir uns auf dem Seitenstreifen des Gegenverkehrs wieder mit einem SUV, der wie ein Geisterfahrer auf der entgegensetzten Fahrbahn stand. Völlig auf Adrenalin-Droge hab ich mir dann fast die Hand angebrochen, als ich mit gegen seine seitliche Heckscheibe geschlagen habe.

Ja, ich gebe zu, dass ich mir sowas nicht gefallen lasse. Mit dem Mittelfinger raste der Sünder dann davon. Unfassbar. Hätte ich meinen Pulsgurt getragen, wäre mein Puls mit Sicherheit im Bereich meines VO2max-Bereichs gewesen.

Im nächsten Ort, als wir uns schon wieder abgeregt hatten, hielt ein Auto neben uns und gab uns einen Zettel mit Kennzeichen und der Bemerkung „wir sagen gerne als Zeugen für Euch aus“. Im Übrigen war der Fahrer der beiden Zeugen auch Radfahrer, was auch sonst.

Ab einer Gruppe von 15 darf man offiziell nebeneinander fahren

Mal ernsthaft jetzt. Ich will hier nicht sagen, dass alle Radfahrer da draußen korrekt fahren oder ich mich vorbildlich verhalte. Aber niemals würde ich ein anderes Leben aufs Spiel setzen. Häufig genug erlebe ich brenzlige Situationen. Und ja, auch häufig entschuldigen sich die Autofahrer dafür, was im Zweifel auch kein Leben mehr retten kann. Aber Ihr Autofahrer seid das stärkere Glied in dieser Kette und das wird leider zu oft ausgenutzt ohne Rücksicht und, noch schlimmer, ohne mal gescheit nachzudenken. Lange Zeit hab ich das so akzeptiert, auf das Holz vor klopfend, ohne, dass bisher je was passiert ist. In drei Jahren hatte ich keinen einzigen Unfall. Aber immer häufiger wird mir bewusst, dass das nicht an den Autofahrern liegt. Klar, Autofahren heutzutage macht keinen Spaß mehr. Es ist ätzend. Zu viel Verkehr. Stau überall. Ich weiß das. Aber ist das kein Grund seinen Stress an nahezu hilflosen, zerbrechlichen Radfahrern auszulassen?

Fasst euch mal an den Kopf und denkt mal nach. Und falls ihr dann immer noch von Eurem Leben gestresst seid, dann habe ich einen Rat für Euch Autofahrer: Geht raus, schwingt euch aufs Rad und powert euch mal so richtig aus. Als Ausgleich. Aber bitte nur, so lange keine Autos in der Nähe sind, denn sonst besteht Herzinfarkt-Gefahr.

You Might Also Like

78 Comments

  • René
    2. Juni 2016 at 13:42

    Sowas Krasses hab ich bisher nicht erlebt. Hatte dafür aber gestern den Schock meines Lebens. Landstraße ohne Radweg oder Seitenstreifen. Mich überholte ein Transporter mit wesentlich mehr als 100 km/h. Sicherheitsabstand gehörte bei dem Fahrer auch wohl in die Kategorie Fremdwörter.

    Das sind so Erlebnisse, wo ich immer mehr darüber nachdenke, eine Kamera am Fahrrad oder Rucksackgurt zu befestigen.

    Mit SUV-Fahrern habe ich fast nie Probleme. Eher mit Kleinwagenfahrern, die meinen, sich überall zwischendrängen zu können oder auf den Schulterblick zu verzichten, wenn sie abbiegen.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 14:43

      Leider zu krass! Ich war in Boulder vor ein paar Monaten. Da kommt fast jede Woche jemand um, weil die sog. “Red heads” – das sind Bauarbeiter, die einen roten Kopf haben, weil die auf der Baustelle arbeiten und sonst mit Trucks rumbrausen – Fahrradfahrer “HASSEN” und immer extra nah an denen vorbeifahren. Das ist Wahnsinn. Das mit der Kamera ist keine schlechte Idee. Hab ich in den USA häufiger gesehen, genau aus deinem angesprochenen Aspekt!

      Safe riding! 🙂

  • Florian
    2. Juni 2016 at 14:17

    Stimme dir zu. Ich fahr zwar erst seid 3Monaten Rennrad, aber was ich hier auch im Ruhrpott erlebe ist nicht mehr feierlich auf den Strassen.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 14:44

      Florian. Danke für deine Eindrücke! Auch wir Radfahrer sind keine Engel, gebe ich zu. Es geht darum zu sensibilisieren!

      • Florian
        8. Juni 2016 at 18:09

        René, verstehe mich nicht falsch. Ich versuche jeden Tag, wenn ich fahre, sicher und nach Regeln zu fahren. Mit einander und nicht gegeneinander.

  • Chris
    2. Juni 2016 at 14:21

    Der SUV Fahrer gehört bestraft und ist nicht zu entschuldigen, ABER 90% der Möchtegern Armstrongs ist zu dämlich rechts vor links zu beachten, sind farbenblind weil Sie die Farbe Rot nicht erkennen, überqueren sehenden Auges Straßen obwohl Gegenverkehr vorhanden, aber egal der Autofahrer ist ja dann bei einem Unfall eh Schuld (wie gesagt der Stärkere). Ich kann euch Armstrongs in keinster Weise leiden und ich bin auch froh nicht zu eurer rücksichtslosen und egoistischen Gattung zu gehören. Und ein Idiot bleibt ein Idiot egal ob Rad oder Auto. Ach ja, und betrachten Sie den Mittelfinger als erwidert.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 14:39

      Bis auf den ersten Satz dachte ich, du seist der SUV-Fahrer gewesen!;-) So wie ich, um deutlich zu machen, dass es einfach zu oft passiert, pauschalisiert habe, um es im Text auch zu entkräftigen, so tust du selbiges. Nicht alle Radfahrer verhalten sich korrekt, aber ich denke, das rührt einfach aus zu vielen solcher Erfahrungen. Und egal in welche Richtung, ein Leben aufs Spiel zu setzen, ist nichts auf dieser Welt wert. Noch deine Haltung von den Möchtegern-Armstrongs noch meine. Da sind wir uns einig. Ich plädiere mit meinem Blog für mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wie immer auf meine Weise. Und wenn du mal einen Tag Rad fahren würdest, dann könntest du dich auch in unsere Situation verwandeln. Und getötet zu werden, nur weil ich gerne Sport treibe, um etwas für meine Gesundheit zu tun, das ist ein bisschen unfair! Findest du nicht?

      • Chris
        2. Juni 2016 at 15:13

        Ich stimme dir in allen Dingen zu aber es ist nunmal so das meine Erfahrungen insbesondere mit Radrenner ausschließlich negativ sind….entweder sind Sie nervig (ist natürlich subjektiv), oder Sie missachten alles an Verkehrsregeln die es so gibt. Und niemand sollte um sein Leben fürchten im Verkehr egal ob Rad oder Auto aber die Realität ist leider eine andere, für beide Fraktionen. Ich fahre hin und wieder Roller (50er) und auch im Sommer Rad meide aber die Landstraße weil ich weiß was für Spezialisten im Auto unterwegs sind. Von daher kann ich dir schon nachempfinden…….ich gehe sogar soweit zu sagen das es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt was den Egoismus und die Rücksichtslosigkeit angeht. Dennoch Radrenner erhöhen im Verkehr meinen Puls aber ich kämpfe dagegen an. Mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wären schön……vielleicht sind wir beide jetzt etwas sensibler für die Gegenseite und damit wäre doch schon etwas erreicht. ;=)

        • Sportspinner
          2. Juni 2016 at 15:22

          Danke für deine Reaktionen auf meine Antwort! Du hast wahrscheinlich Recht mit dem gesellschaftlichen Problem! Definitiv! Und wenn jetzt beide Seiten aufmerksamer sind und weniger solche Situationen passieren, ist alles SUPER! 🙂

        • Stefan.
          2. Juni 2016 at 20:37

          Ich bin Rennradler und Autofahrer. Zwei meiner Vereinskameraden sind von ein paar Jahren von einem Kleinlaster, der Rechts-vor-Links missachtet hat, getötet worden, an einem Kollegen und mir ist vor nicht allzu langer Zeit ein 30 Tonner mit ca. 80km/h und 20cm vorbei gefahren – absichtlich! Das hätte auch anders ausgehen können. Vor ein paar Jahren sind wir in einer Gruppe durch einen Ort gefahren, ein Auto mit Wohnwagen ist so nah an uns vorbei gefahren, dass er uns seitlich berührt hat! Es gibt Hunderte sehr ärgerliche und teilweise schlimme Geschichten, die vermutlich jeder Radler erzählen kann. Einige Raudis auf dem Rad tragen dazu bei, dass die Radler keinen guten Ruf genießen – das ist sicherlich wahr. Aber im Zweifel ist es ihre eigene Gesundheit, die sie gefährden und nicht die der anderen!

          Als Autofahrer kann ich übrigens sagen, dass Autofahrer deutlich häufiger gegen die Vorschriften verstoßen! Jeden(!) Tag fahren Hunderte Autofahrer zu schnell in der 30 Zone vor unsrem Haus (trotz Kindergarten, Spielplatz, etc…), bei nahezu jeder Fahrt zu Stoßzeiten sehe ich Autofahrer, die bei Kirschgrün noch schnell über die Ampel fahren, weil sie keine Lust haben noch ein drittes Mal zu warten, der “Sicherheitsabstand” bei 100 km/h ist ca. 8 Meter, etc. etc… von Nötigungen fange ich gar nicht erst an zu reden.

          Ich denke es kann gut sein, dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt, dass viele Leute – aus welchem Grund auch immer – rücksichtslose Arschgeigen sind. Würden diese Leute Rad fahren um ihren Frust loszuwerden, dann wäre sicherlich vielen geholfen…

          Gruß aus dem Süden der Republik,
          Stefan.

    • Stefan
      2. Juni 2016 at 15:26

      Ich kenne keinen Radfahrer, der bei Rot über die Ampel fährt, wenn er sich damit selbst in Gefahr bringt. Ich kenne allerdings Radfahrer und auch Fußgänger (Du gehörst sicher dazu, wetten? 😉 ), die bei Rot über die Ampel fahren/gehen, wenn für sie keine Gefahr ausgeht. Mache ich ständig. Wo es keinen Verkehr gibt, gibt es auch nichts zu regeln. Und ja, ich nutze den Vorteil, als Fußgänger und Radfahrer kein Kennzeichen zu haben. Und ich wette, das ist der einzige Grund, warum Dir das dermaßen gegen den Strich geht, weil Du es am liebsten auch tun würdest. Wenn dieses blöde Kennzeichen nicht wäre. Aber gemach, als Autofahrer halte ich mich an die Regeln. Von wegen Kennzeichen und so.

    • Julia
      2. Juni 2016 at 20:00

      Dann gehöre ich Gott sei Dank zu den restlichen 10%. Klingt unglaublich? Ist es aber, denn ich fahre seit einigen Jahren nun jeden Tag denselben Weg mit dem Rennrad ins Büro und wieder zurück. Anfangs bin ich immer wieder mal angehupt worden, aber mittlerweile kennen mich die Autofahrer offenbar und wissen, daß ich an roten Ampeln halte, rechts vor links beachte, Fahrtrichtungsänderungen anzeige, Bussen an Haltestellen den Vorrang lasse beim Losfahren, umsichtig und rücksichtsvoll unterwegs bin, bei Kenntnis der Ampelschaltungen voraus nicht unbedingt an jeder Ampel ganz nach vorne fahre (obwohl das mein gutes Recht ist) und somit kein Arschloch auf Rädern. Ich werde zwar immer noch immer wieder mal knapp überholt, aber zumindest auf dem Arbeitsweg zu immer wieder denselben Zeiten nicht mehr angehupt.

  • Jherek
    2. Juni 2016 at 14:31

    Ich glaube, in der StVO steht was von Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein. Das gilt für Autofahrer genauso wie für Fahrradfahrer. Und das sollten sich beide Seiten mal ganz gründlich zu Gemüte führen, denn was einem manchmal von Radfahrern entgegen kommt, ist auch nicht viel besser. Da kriegt man zB auch mal einen Tritt in die Tür, weil man es wagt auf einer Straße an einem Radfahrer vorbei zu fahren, der mitten auf der Straße fährt obwohl ein extra ausgezeichneter (und für Autos verbotener!) Radstreifen da ist. Und ja, es gefährdet die Verkehrssicherheit, wenn ein Auto einem Radfahrer ausweichen muss, nur weil dieser seine politischen Ansichten über Sport- und Ökologie auf die öffentliche Straße tragen muss.
    Ein Unrecht rechtfertigt nicht das andere, aber bei einem Artikel, der mit “Liebe Autofahrer, was ist eigentlich los mit Euch?” beginnt, also alle Autofahrer pauschal erstmal aburteilt, kriege *ich* ebenfalls schon wieder so einen Hals.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 14:34

      Hi,

      erstmal danke für den Kommentar! Ich habe aber auch geschrieben, dass nicht alle so sind, aber leider immer mehr. Und da ich den Namen, des Autofahrer nicht weiß, aber eine Ansprache mag, dann eben so! 😉 Ich weiß auch, dass nicht alle Radfahrer mit dem heiligen Grahl draußen rumfahren. Mir klar! Aber die Reaktionen auf meiner Facbeook-Seite zeigen eindeutig, dass das zunimmt. Und bei einer Sache sind wir uns mal einig, denke ich. Jede solcher Situationen ist eine zu viel. Ich mahne mit meinen Worten lediglich zu mehr Aufmerksamkeit und mehr Gelassenheit auf meine Art. Aber ich verstehe auch deine Meinung. Peace!

      • Walli
        2. Juni 2016 at 14:59

        Hmm, @ JHEREK: wenn dir einer von diesen Radfahrern in deine Autotür tritt, dann muss der Radfahrer entweder extrem lange Beine oder du gegen die STVO weniger als 1,5m Abstand gehalten haben. Dazu kommt, dass selbst wenn ein Radweg vorhanden ist dieser nicht zwingend von Radfahrern zu benutzen ist. Zumal Rennradfahrer mit einer höheren Geschwindigkeit unterwegs sind und die Radwege meist in einem sehr desolaten Zustand. Defakto gehts am Ende darum, dass sich keiner im Strassenverkehr als Belehrer aufführen sollte und dabei das Leben anderer in Gefahre bringen muss. Wenn mich ein Auto so nah überholt, dass ich reintreten könnte, spielt er bereits mit meinem Leben, da ein ungewolltes verlenken zum Crash führen würde. Also Radfahrer sollten gerne Platz machen, wenn sie bemerken dass ein Auto kommt und Autofahrer einfach sich so verhalten als wenn da gerade einer mit seinem Moped langfährt und ihn auch von seiner optimalen Geschwindigkeit abhält. Den kann er ja auch nicht so einfach von der Strasse drücken!

        • Sportspinner
          2. Juni 2016 at 15:40

          Absolut richtig, Sören! Ich versuche auch immmer, wo es geht, zum Beispiel beim Losfahren von vorne an der Ampel, wenn nach der Kreuzung erstmal freie Fahrt ist, die 1-2 Autos vorbeizulassen. Dann haben beide Parteien die nächsten Kilometer ein entspannteres Fahren.

      • Stefan
        2. Juni 2016 at 15:22

        “Und ja, es gefährdet die Verkehrssicherheit, wenn ein Auto einem Radfahrer ausweichen muss, nur weil dieser seine politischen Ansichten über Sport- und Ökologie auf die öffentliche Straße tragen muss.”

        Nein, tut es nicht. Ein Radfahrer zu überholen, wenn es die Verkehrslage nicht zulässt, stellt eine Gefährdung durch den Überhole da, nicht des Überholten. Wenn es nicht geht, geht es nicht. Punkt. Selbst wenn der Radfahrer gegen alle Verkehrsregeln verstoßen würde, die man sich nur ausdenken kann, gibt es einem Autofahrer nicht das Recht, diesen zu überholen, wenn es die Verkehrslage nicht zulässt. Auch ein Fußgänger, der über Rot geht, darf ich nicht umnieten, weil der Fußgänger gegen die Regeln verstößt. Ein Rechtsverstoß rechtfertigt nicht einen anderen Rechtsverstoß.

    • Tunichtgut
      25. Oktober 2016 at 23:57

      “Da kriegt man zB auch mal einen Tritt in die Tür, weil man es wagt auf einer Straße an einem Radfahrer vorbei zu fahren, der mitten auf der Straße fährt ”

      Wenn Dir der Radfahrer gegen die Tür treten kann, war der Überholabstand viel zu gering. Im Ernstfall bedeutet das vier Wochen Fahrverbot für Dich.

  • Stefan
    2. Juni 2016 at 14:54

    “Ein Idiot bleibt ein Idiot egal ob Rad oder Auto”.
    Hier haben wir ja das Grund Problem, er oder sie ist allerdings im normalen Leben schon ein Idiot. Das ändert auch kein Bike, kein Auto noch sonst irgendwie etwas. Das menschliche Problem unserer Gesellschaft wird nie wegzubekommen sein.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 15:00

      Du hast recht, Stefan! Aber in der Häufigkeit, mit der das mittlerweile passiert, muss man das nicht leise dulden!

  • Maazel
    2. Juni 2016 at 14:56

    Servus – leider selbst schon so erlebt und kann nach einem Unfall Ende Februar, der mir Knochbrüche und einen zerstörten Helm besorgt hat, “mitfühlen”, was schon eine relativ “langsame” Kollision mit som` Blech-Nichtskönner bedeutet… Toleranz usw. ist hierzulande leider ein FREMDWORT… 🙁

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 14:59

      Hey. Hoffe, dir gehts wieder gut! Danke für den Kommentar! Es geht um Toleranz und Achtsamkeit von beiden Seiten!

  • Christian
    2. Juni 2016 at 15:07

    Ich erlebe auch regelmäßig solche Szenarien und fahre seit geraumer Zeit nur noch in der Mitte meines Fahrstreifens, denn: Wenn ich ganz rechts fahre, werde ich in den Graben abgedrängt, mal mehr, mal weniger. Und um mit dem Auto ein Rennrad korrekt zu überholen, muss auf den meisten Straßen sowieso auf die Gegenfahrbahn ausgewichen werden, wodurch ein Überholen bei Gegenverkehr nicht möglich/nicht erlaubt ist. Demnach spielt es keine Rolle, ob ich ganz rechts oder in der Mitte des Fahrstreifens unterwegs bin. In der Mitte fühle ich mich sicherer.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 15:29

      Hey Christian,

      das wäre mir persönlich zu gewagt und wird wahrscheinlich auch von den Autofahrern als zu provokativ wahrgenommen, obwohl es gar nicht so gemeint ist von deiner Seite. Aber so tickt die Gesellschaft.

      Fahr vorsichtig!

      • Andi
        2. Juni 2016 at 23:28

        Hi Christian, ja der Sportspinne hat da wohl die bessere Ahnung. So tickt die Geselkschaft. Aber dein Ansatz, Christian, ist nicht verkehrt! Für empfinde es zu gewagt in der Mitte der Fahrbahn zu fahren, da dies sehr schnell als Löwenfutter verstanden wird.
        Ich fahre seit einiger Zeit auch nicht mehr ganz rechts. Da gab es einige grenzwertige Situationen.
        ich habe mich für einen “selbstbewußten” Mittelweg entschieden und bewege mich auf der rechten “Spurrinne”, die meist gut zu erkennen ist… das sind so ca. 50 – 80 cm vom Fahrbahnrand weg, und meiner Erfahrung nach hat sich mein Hobby dadurch deutlich entschärft.
        grüße aus dem Norden.

  • Regine Heidorn
    2. Juni 2016 at 15:10

    Achja achja, wie oft haben mich schon Autofahrer angebrüllt ich gehöre nicht auf die Straße auch wenn weit und breit gar kein Radweg zu sehen war … sorry, aber Gefühlsargumente und Frontenbildung nehme ich nicht mehr ernst. Liebe Autofahrer, bevor ihr hier ankommt mit die bösen Radfahrer sind ja auch nicht besser – lest mal in der StVo und stellt erstmal sicher, daß ihr Euch korrekt verhaltet. Ich kann Euch versprechen, das ist eine erhellende Lektüre. Nur mal so als Hinweis: von den vorhandenen Radwegen sind maximal 10-15% benutzungspflichtig. Das heisst, ein Radfahrer kann (und soll) selbst entscheiden, ob der Radweg in Frage kommt oder nicht. Und nun die Denkhilfe: wenn 10-15% benutzungspflichtig sind, zu wieviel Prozent seid Ihr dann mit Eurer fahrlehrerhaften Selbstjustiz laut StVo im Recht? Ja, schwierige Aufgabe, nicht wahr? Dazu kommt ja noch, daß nicht überall ein Radweg ist.

    Und noch was: Leider gibt es kein Recht darauf, immer und überall Höchstgeschwindigkeit fahren zu dürfen. Ihr wisst es genau: in der Stadt kommt ihr nicht schneller voran als 27,8 km/h im Durchschnitt. Es hilft Euch also sowas von überhaupt gar nichts, beim Ampelstart den Radfahrer in Gefährdung dessen Lebens aggressiv zu überholen. Und siehe da: an der nächsten Ampel ist er ja eh wieder vor Euch. Ihr seid also nicht schneller durch solche Manöver.

    Wer so ein Sherif sein und Selbstjustiz verüben will, sollte wenigstens Argumente haben und nicht in gefühlsduseliger Kampfrhetorik mit entsprechenden kriegerischen Aktionen im Verkehr unterwegs sein. Abgesehen davon, daß Selbstjustiz aus guten Gründen verboten ist.

    Ganz zum Schluß: macht doch mal ein Experiment. Fahrt doch einfach mal respektvoll gelassen. Erfreut Euch daran, daß andere Verkehrsteilnehmer (ja, auch andere Autofahrer!) Euch ebenfalls freundlich begegnen und schwächere Verkehrsteilnehmer wie die alte Oma, die nicht mehr rechtzeitig über die Ampel kam bevor es Rot wurde ein Lächeln für Euch übrighaben. Und ihr werdet sehen: ihr braucht nicht wesentlich länger und habt Euch selbst nicht zum Hassobjekt gemacht.

    Jajaja, man hat nicht immer diese Ruhe, ich auch nicht, aber trotzdem, glaubt es mir, es ist besser, man kann das lernen und auch anderen mal verzeihen, ohne gleich mit dem Finger auf sie zu zeigen und sie bestrafen zu wollen. Es geht. Wirklich.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 15:26

      Herzlichen Glückwunsch vorneweg zum bis dato längsten Kommentar auf meiner Website!:-) Aber es gibt dem nichts hinzuzufügen. Du sprichst mich Sicherheit allen aus dem dicken Zeh! 😉 Nein, im Ernst. Danke für deinen konstruktiven Kommentar.

      • Regine Heidorn
        2. Juni 2016 at 15:38

        Danke, dabei hab ich mir noch viel verkniffen 🙂 Übrigens, falls Du mal in Berlin bist, würde ich Dich gerne in den Radsalon einladen, was mein Fahrradpodcast ist. Email hast Du ja.

        • Sportspinner
          2. Juni 2016 at 15:43

          Ja, gerne! Melde mich! Bin nur nicht so häufig da oben! Aber falls, melde ich mich!

  • Stefan
    2. Juni 2016 at 15:17

    Leider Alltag auf unseren Straßen. Ich will mich nicht selber loben, aber ich habe mal einen dieser Idioten, der mich ebenfalls fast in den Graben gedrängt hat (es gab weder Radweg noch war ich eine Behinderung, wir mussten uns die Landstraße also teilen) und sich erblödete, auch noch anzuhalten, um mich zu maßregeln eine gescheuert. Als er die Polizei rufen wollte, habe ich sein Handy genommen und auf den Acker geschmissen. Der musste für all seine “Kollegen” mitleiden. Und wenn jetzt einer kommt und sagt, “Aber, das macht man doch nicht”, dem sage ich, das Maß ist inzwischen wieder so voll, dass der, der sich mal wieder erblödet, anzuhalten, um mich zu maßregeln, für all die anderen Idioten, wieder die volle Ölung abbekommen wird.

    • Jayson
      2. Juni 2016 at 19:54

      Dann hoffe ich nur für Dich, dass Du das Echo vertragen kannst!

  • Markus
    2. Juni 2016 at 15:44

    Ich fahre selbst im Ruhrgebiet Rennrad, mit Unterbrechungen seit fast 30 Jahren. Trotzdem leuchtet es mir bis heute nicht ein, warum viele meiner Mitsportler insbesondere auf Landstraßen einen großen Bogen um ja durchaus vorhandene und teils auch gar nicht so schmale Radwege machen. Auf einer meiner gern genutzten Trainingsstrecken, die auch gleichzeitig mein (in der Regel mit dem Auto zurückgelegter) Arbeitsweg ist, sind tatsächlich schon zwei nebeneinander fahrende Radler verkehrsbehindernd, was viele nicht davon abhält, trotzdem die halbe Fahrbahnbreite für sich zu reklamieren. Ich kann dann entweder mit irgendwas zwischen 22 und 35 km/h hinterherzockeln (erlaubt sind 100 km/h) oder aber die Radfahrer zwingen mich in den Gegenverkehr… Hier müssen sich alle an die Nase fassen; für das schlechte Verhältnis zwischen Radlern und Autofahrern sind – sage ich auch als Radfahrer – zu 50 Prozent die Radfahrer mitverantwortlich. Denn von denen bricht (mich manchmal eingeschlossen) gefühlt ein Drittel dauernd irgendwelche Verkehrsregeln. Und wenn es nur die “An der roten Ampel eben auf den Bürgersteig rauf”-Nummer ist…

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 15:55

      Hi Markus. Zu 50% würde ich NIEMALS unterschreiben, aber ich gebe dir schon in gewisser Weise recht, dass es hier und da für solche Situationen auch mal Feingefühl bedarf, entweder mal für ein paar Kilometer hintereinander zu fahren, oder wenn die Radwege gut und annehmbar sind, was leider hier nicht so oft der Fall ist, darauf auszuweichen!

      • Torsten
        3. Juni 2016 at 14:25

        Und dass der höhere Anteil an der Verantwortung für das schlechte Verhältnis zwischen Radfahrern und Autofahrern zu suchen ist, kann ich ebenfalls NIEMALS unterschreiben. Und da fängt das Problem schon an! Wenn immer nur auf die Anderen gezeigt wird und sich nicht selbst an die eigenen Nase gefasst wird, scheint eine Lösung des Problems nicht zu erzielen.
        Ich könnte Dir ebenfalls zig Beispiele nennen, wo Radfahrer VORSÄTZLICH über Rot fahren oder unverhofft die Fahrbahn kreuzen. Bin regelmäßig in Köln und Düsseldorf unterwegs und kann ein Lied davon singen.
        Bis hin zu einer wüsten Beschimpfung eines Radfahrers, welcher der Meinung war, dass ich sein Leben gefährdet habe und ich ja schon in meiner “Bonzenkarre” (Zitat) sitzen würde und nichts vom Verkehr mitbekommen würde. Nun, das Dach meines Autos war offen und ich habe Ihn sehr wohl mitbekommen.
        Fakt war, dass er über den Fussweg gefahren ist und zum überqueren der Strasse die für “Fussgänger” vorgesehenen Überquerungshilfen ohne Zebrastreifen genutzt hat und meinte, er hätte Vorfahrt.
        Zu gerne hätte ich den Herrn zur Rede gestellt. Offenbar zu lange in der Sonne gewesen der Gute.
        Wie dem auch sei, jeder kennt derartige Vorfälle, mit Beschuldigungen kommen wir aber nicht weiter.
        Wichtig fände ich, dass bestehende Radwege sich in einem guten Zustand befinden, damit diese auch genutzt werden können, dass ich speziell in Köln nicht immer möglich. Zudem sollte an gefährlichen Stellen das Radwegenetz ausgebaut werden, so kommt man sich weniger in die Quere.
        Denn jeder verletzte/getötete Radfahrer (Mensch) ist einer zu viel!
        Achja, fahre ja auch Motorrad – leider kann man den gesamten Blog auch auf die Motorradfahrer übertragen. Ich denke, es läuft grundsätzlich was schief !

  • Thomas Ruf
    2. Juni 2016 at 15:57

    Wenn man weiß, was man zu erwarten hat, benutzt man für alle Fälle eine Actioncam, um die Fahrt aufzuzeichnen. Dann ist es auch einfacher, die Täter zu überführen.
    Vor ein paar Jahren hat mich einer mit seinem PKW hupend überholt und anschließend ausgebremst. An der nächsten (roten) Ampel ist er dann ausgestiegen und hat mich darüber belehrt, wo ich seiner Meinung nach fahren soll. Ist alles sauber dokumentiert und online (https://youtu.be/14Oi4V03j8Q).
    Auch die Polizei ist zur Stelle, wenn es darum geht, „Verkehrshindernisse“ zu beseitigen (https://youtu.be/Yop87xvJ6WY).

    • BlackSeb
      2. Juni 2016 at 23:26

      Ich bin Fahrrad- und Motorradfahrer (ab und zu Auto – eher selten). Aber ich verstehe auch nicht das die meisten (nicht alle) Rennradsportler die Straße benutzen – ist das die Angst bei Einmündungen rechts vor links einhalten zu müssen, weil man nicht auf der Hauptstraße fährt!?

      Und zu der tollen Dokumentation: Im zweiten Video kann man bei Minute 3:22 sehen, das es ein Fußgängerweg ist, ja, allerdings sind Fahrräder frei – in beide Richtungen 😉

      • SchwaBicyclist
        3. Juni 2016 at 17:49

        Es bleibt aber weiterhin ein Gehweg, auch wenn ein “Radverkehr frei” drunter hängt. Die StVO schreibt in diesem Fall nämlich vor: “Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.”

        • Martin
          6. Juni 2016 at 12:19

          Kenne den Weg sehr gut, der Radweg wird durchweg von (fast) allen Radfahrern genutzt. Und das zurecht. Wenn man den ersten Bereich (bis zum Prinzenweiher) mal weglässt, da kann man teilweise auch besser auf der Straße fahren, ist der Rest der Strecke bis zur Uni auch mit dem Rennrad wirklich zu empfehlen (der Belag der Straße ist um einiges schlechter als der des Radweges). Leider zeigen die Videos von Thomas Ruf sehr genau wie er tick…
          hier geht es nicht um gegenseitige Rücksicht. Eher um einen Querulanten dem wir Radfahrer unseren schlechten Ruf zu verdanken haben.
          wo es keinen Sinn macht würde ich auch jederzeit die Straße nutzen. aber da wo es keinen Sinn macht
          Kleiner Tipp: selbst die Profis (am Ende der Strecke ist des Olympiastützpunk Saarbrücken) nutzen den Radweg…
          Und so wie es schon weiter oben geschrieben wurde, versucht doch einfach mal sowohl im Auto aber auch auf dem Rad, respektvoll miteinander umzugehen…

  • Andy
    2. Juni 2016 at 16:27

    Ich glaube, dieser Krieg wird niemals enden. Es gibt genausoviele rücksichtslose Radfahrer wie Autofahrer. Natürlich ist die Wahrnehmung, wenn man auf einem Fahrrad sitzt bzw. im Auto jeweils anders.
    Ich fahre selbst Fahrrad und wenn man ein bisschen kooperativ miteinander umgeht, habe ich bislang niemals Probleme bekommen. Wo ist das Problem, den Autofahrer (auch wenn man nebeneinander herfahren darf) mal eben durchzulassen. Aber es ist wieder typisch deutsch “Ich darf das also mach ich das” das führt nunmal automatisch zu Spannungen. Es tut mir leid, aber Dein Text ist meines erachtens blöde Polemik. Ich verstehe ja, wenn man sich über den anderen aufregt aber Du bist auch ein Mensch und Menschen machen Fehler. Wenn jeder auf den anderen Rücksicht nehmen würde, dann würde es zu solchen Spannungen gar nicht kommen.

    Wie gesagt, Blödmänner gibt es überall und die sterben auch nicht aus.
    Ich könnte über blöde Radfahrer genauso Geschichten erzählen, wie über blöde Autofahrer.
    Wenn ich sehe, wie manchmal die Radfahrer bei uns in der Stadt fahren, da ist es auch kein Wunder, wenn die mal vorm Kühler hängenbleiben. Das dann auch der Autofahrer garstig wird, ist dann ja auch kein Wunder.
    Und wenn dann jemand daher kommt, der auf einer Landstrasse dann auch noch nebeneinander her fährt und für diesen Moment dann den Autofahrer nicht einfach vorbei lässt, dann können die Gefühle auch schon mal überkochen, so ist es Dir ja auch geschehen, als Du den Beitrag verfasst hast.

    Also nachdenken, wir sind alles nur Menschen und wenn man auf beiden Seiten auch mal alle 5e gerade sein lässt, dann ist das Miteinander wesentlich entspannter.
    Und versuch doch mal meinen Rat zu befolgen und nimm Dich auch mal ein bisschen zurück, dann wirst Du sehen, das es im Strassenverkehr wesentlich entspannter läuft.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 16:55

      Ach, Andy! Ich nehme mir deine Worte sehr zu Herzen. ABER 1. ist das keine Polemik, weil es da nicht, um mich einfach mal zurücknehmen geht. Glaub mir, ich nehme sehr viel Rücksicht, aber irgendwann läuft das Fass mal über. Und ich hätte mich schon viel früher genauso melden müssen. Ich gebe dir Recht, wenn es schwarze Schafe auf beiden Seiten gibt. Check! Aber das ist kein Computerspiel, sondern Realität, wo es um Fleisch und Blut geht. Ich schaue häufiger über die Schulter, ob hinter mir ne Schlange evtl. sein könnte, um Platz zu machen. Glaub mir oder nicht!? 🙂 Der Artikel soll eine brutale, ekelhafte Realität widerspiegeln die pervers ist und – siehe Facebook-Kommentare – einfach zu oft vorkommt, ABER auch sensibilisieren auf beiden Seiten! Word!

  • Nils
    2. Juni 2016 at 16:36

    Schön geschrieben. Hab ich in ähnlicher Art genauso auch schon erlebt. Es ist kein schönes Gefühl, aus vorbeifahrenden Autos als Idiot beschimpft zu werden – anscheinend nur weil man auf einem Rad sitzt. Geschweige denn von Angehupt und Bedrängt werden. Dafür muss man nicht mal zu zweit nebeneinander fahren.

    Ich frage mich in solchen Momenten, warum das Führen eines Kfz bei manchen Menschen solche Agressionen und ungehemmte Rücksichtslosigkeit auslöst.

  • Andreas
    2. Juni 2016 at 17:45

    Toll, wie Du mir im Foto oben den Stinkefinger zeigst, dass stimmt schön ein auf solch einen Artikel.
    Ich überhole nie Radfahrer ohne Seitenabstand. Aber ich kriege einen dicken Hals wenn die Radler nebeneinander bei Gegenverkehr auf der Hauptstr. fahren. Das macht man einfach nicht. 30 km/h versus 100 km/h, das ist zu gefährlich. Wenn dann noch Kurven und Gegenverkehr dazu kommen… So, dann hab ich mal gehupt. Was kommt zurück? Stinkefinger. Ja tickt Ihr noch sauber oder was? Ich überholt, angehalten, ausgestiegen, gewartet bis die Herren da waren und höflich um ein Gespräch gebeten. Gab leider auch eine Absage. Na ja, das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern… aber gegen diesen Ärger können wir alle etwas tun. Möchtest Du neben deinem Radler-Kumpel fahren und Klönen während der Fahrt? Ich empfehle Ergometer im Studio.

    • Sportspinner
      2. Juni 2016 at 18:31

      Andreas, ich gehe mit einigen Sachen d´accord! Auch, dass das Leben zu kurz ist, um sich zu ärgern, ABER eins sehe ich nicht ein. Nämlich, dass ich ins Studio gehen muss, um gemütlich mit nem Kumpel nebeneinander ne Runde Rad fahren zu können. Es geht um das richtige Maß von beiden Seiten. Einverstanden!

      • Torsten
        3. Juni 2016 at 14:31

        Sorry, aber so ist die STVO, wenn Du mit 15 oder mehr weiteren Kunpels unterwegs bist, dann darfst Du auch nebeneinander fahren. Sonst halt nicht. Ist doch eigentlich ganz einfach.

        • Sportspinner
          3. Juni 2016 at 14:36

          Stimmt so nicht ganz, Torsten. Du darfst, wenn du en Verkehr nicht behinderst auch so nebeneinander fahren. Bin kein Profi der STVO, aber ist so.

        • SchwaBicyclist
          3. Juni 2016 at 18:21

          Sorry Torsten, aber da irrst du leider. Steht schon im zweiten Paragraphen der StVO: “Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.”
          Und meist (nicht immer) kann auch ein einzelner Radfahrer nur ohne Gegenverkehr überholt werden, wenn man regelkonform mit ausreichend Abstand überholen möchte.
          Da würde man durch den zweiten Radfahrer daneben nicht behindert. Auch wenn es sich natürlich ganz anders anfühlt.

  • Fred
    2. Juni 2016 at 17:50

    Ich bin auch Radfahrer aber eher im Wald unterwegs, eben weil ich nur ungerne auf Straßen mit Autos usw. unterwegs bin.

    Ich bin auch Autofahrer und meiner Ansicht nach bringen sich manche Radfahrer auf den Straßen unnötig in Gefahr. Ich hatte erst am Wochenende noch die Situation: Auf einer kurvigen Landstraße im Sauerland, die dafür bekannt ist dass dort Motorradfahrer und auch Autofahrer gerne auch mal schneller unterwegs sind furh ich in eine nicht komplett einsehbare Kurve. Dabei war ich auch nicht schneller als es dort erlaubt ist aber mitten in der Kurve waren plötzlich drei Radfahrer nebeneinander auf der Fahrbahn. Ich hätte wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig bremsen können und bin dann über die Gegenfahrbahn ausgewichen. Wäre von dort jetzt ebenfalls ein Fahrzeug oder eine andere Gruppe von Radfahrern gekommen, es wäre nicht schön ausgegangen. Als Autofahrer möchte ich niemals einen Radfahrer verletzen aber manche Radfahrer achten zu wenig auf ihre Sicherheit. Auf dieser Straße ist ein langsamen nebeneinander fahren völlig unangebracht und sehr gefährlich, als Radfahrer gefährdet man sich selbst und zieht dann auch noch den Autofahrer mit rein. Man kann von mir jetzt auch nicht erwarten dass ich aus Rücksicht auf dieser Strecke nur mit 30 unterwegs bin oder Kurven immer nur ganz langsam nehme, hier finde ich sollten langsamere Verkehrsteilnehmer den Verkehr nicht unnötig blockieren und andere gefährden.

    • Wolf
      2. Juni 2016 at 22:40

      Ich zitiere und korrigiere mal: “fuhr ich in eine nicht komplett einsehbare Kurve”.

      Heute schon mal in die StVO geschaut? Wo darf man hinfahren? Genau: Dort wo man hinsehen kann!
      Wie schnell darf man dann fahren? Genau: So schnell, dass ich in dem einsehbaren Bereich zum Halten kommen kann.
      Das Problem sitzt wie fast immer hinter dem Steuerrad. Ihre Ignoranz ist unglaublich und Ihren Führerschein sollte man im Interessen der Gesundheit Ihrer Mitmenschen einziehen, aber sofort! So erklären sich auch die 3000 Verkehrstoten jedes Jahr. Keine Ahnung vom geltenden Recht, keine Ahnung von der aktuellen Rechtsprechung, aber mit der Fahrkarte auf Bundes- und Landstraßen als potentieller Totschläger unterwegs. Unfassbar!

      • Torsten
        3. Juni 2016 at 14:33

        Genau, die 3 Radfahrer hätten nicht nebeneinander fahren dürfen, hatten keine Ahnung vom geltenden Recht – hier die STVO

      • Andy
        3. Juni 2016 at 15:14

        Hier wird Ignoranz mit Ignoranz beantwortet, finde ich lustig.
        Ist wie mit denen die Toleranz fordern, das sind die intolerantesten Menschen überhaupt.
        Ich sage immer nur gegenseitige Rücksichtnahme.
        Es ist schon richtiga uch als Radfahrer sollte man in solchen unübersichtlichen Kurven genauso mitdenken wie der Autofahrer. Da gibt es keine zwei Meinungen.

        § 1
        Grundregeln

        (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

        (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

        Das gilt also nicht nur für Autofahrer.

  • Klaus
    2. Juni 2016 at 18:24

    Hatte vor 2 Jahren ein ähnliches Erlebnis, ein Firmen-Kleintransporter kommt neben mich gefahren, beschimpft mich aufs übelste, holt aus mit seiner Karre, berührt mich leicht und drängt mich dann gnadenlos und mit voller Absicht in den Strassengraben und fährt natürlich weiter! Mir oder dem Rad ist nichts passiert, Autos hinter mir haben angehalten und sich sofort als Zeugen angeboten! Ich bin im nächsten Ort zur Polizei und habe Anzeige erstattet, die Zeugen angegeben und in meiner Aussage erwähnt das der Fahrer unter anderem einen 3-Tagesbart hatte. Das ging dann bis hin zur Kripo. In der betreffenden Firma wurden nur frisch rasierte angetroffen! Das Ende vom Lied: das Verfahren wurde eingestellt. Unter anderem auch weil ich in der Bildervorlage 5 Monate später aus 10 Personen 2 ausgewählt hatte und mich nicht auf den einen, der war’s, festlegen konnte! Der Firmeninhaber hat solange gelogen, geleugnet und alles abgestritten, von wegen er könnte aufgrund seines Fuhrparks und der Anzahl an Mitarbeitern nicht wissen wer zu welchem Zeitpunkt welchen Wagen fährt, das aus Mangel an Beweisen die Ermittlungen ohne Erfolg verlaufen sind ! Übrigens auch sehr zum Leidwesen der Beteiligten Beamten, die hätten den Typ wirklich gerne drangekriegt, zumal alle Zeugen das gleiche ausgesagt haben! Es ging sogar soweit das ich 2x von der Polizei angerufen wurde , ob mir oder dem Rad wirklich nichts passiert ist, ist nicht vielleicht doch ein Schaden am Rad aufgetaucht!!! Unglaublich, absoluter Wahnsinn!

  • Chris
    2. Juni 2016 at 19:17

    Ich bin mir dessen bewusst, dass viele unserer Freizeit-Radfahrkollegen sich fehlerhaft verhalten. Die fahren einmal oder zweimal im Jahr und missachten alles, was sie in der Hrundschule bereits über den Straßenverkehr gelernt haben. Rechts vor Links spielt keine Rolle, Ampeln sind Kirschgrün, und Spuren sind nicht zu halten. Mich kotzt das auch tierisch an. Schließlich wären da noch wir. Die, die problemlos 300-400 km in der Woche fahren und am Straßenverkehr mit Respekt und Unaicht teilnehmen. Und eben wir sind die, die am Fehlverhalten der Idioten gemessen werden. Zu dichtes Überholen, überholen in Kurven, überholen im Kreisverkehr, anhupen, anschreien weil der Autofahrer aufgrund des Gegenverkehrs mal eben hinter uns fahren muss und und und. Die Liste nimmt kein Ende…

    Es gibt Autofahrer, den wünsche ich wirklich nichts gutes. Ebenso wie Radfahrern, denen alles scheissegal ist. Mich nervt an dieser Sache nur, dass Autofahrer und Radfahrer, die immer alles richtig machen, in Mitleodenschaft gezogen werden.

    Ja, ich fahre von Zeit zu Zeit mal etwas zu weit in der Mitte liebe Autofahrer. Aber wenn ich in der Abfahrt auf Geschwindigkeiten komme, die lebensbedrohlich sind, riskiere ich keine Gullideckel vom Regenwasser-Ablauf zu erwischen. Ich riskiere es auch nicht auf dem weißen Seitenstreifen zu fahren und zu hoffen, dass die Straßenschäden mir die Lauflinie nehmen. Mir ist das einfach völlig egal wenn ihr mal 2 Minuten hinter mir fahren müsst. Denn ich entscheide mit jeder Aktion die ich im Verkehr tätige so, dass ich mich und andere nicht gefährde. Und wenn ihr das nicht versteht, setzt euch selbst mal auf ein Rad mit einem Gewicht von 6,5 Kg, und fährt mal mit 70 Km/h eine Abfahrt.

    Und was diese riskanten Aktionen mit überholen und ausbremsen angeht, sollte mal dem einen oder anderen Fahrer eines KFZ bewusst sein, dass wir mit unseren Pedalen fest verbunden sind. Gefahrensituation, welche schnell aufkommen können, meiden wir also von alleine. Jeder ambitionierter Radsportler ist zwar geübt dem schnellen Ausstieg zu bewerkstelligen, jedoch kann immer mal was passieren. Und einen Unfall ohne Ausstieg bei einer Abfahrt oder im Stadtverkehr will ich nicht erleben.

    • SchwaBicyclist
      3. Juni 2016 at 19:05

      Bitte nicht das Rechtsfahrgebot missverstehen: “Es ist möglichst weit rechts zu fahren”.
      Das heißt aber nicht press an Bordsteinkante/Autospiegel entlang oder außerorts auf der weißen Linie. Möglichst weit rechts ist immer auch abhängig von der Geschwindigkeit und den Straßenverhältnissen.
      Flott bergab und Gullideckel/Schlaglöcher am Fahrbahnrand? Dann ist (fast) die Mitte des Fahrstreifens bestimmt kein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot. Weiter rechts ist in so einem Fall nämlich nicht möglich.

  • Peter Meißner
    2. Juni 2016 at 23:10

    Danke für den interessanten Beitrag und die vielen verschiedenen Kommentare , als reinblut Radfahrer habe ich fast jede Woche mit überdurchschnittlich aggressiven Autofahrern zu tun ob auf der Straße oder dem Radweg wird man aufs böseste beschimpft, angerempelt oder vollgehupt. Aber was soll man machen bei einer durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 40 Sachen bist du zu schnell für deN Radweg (laut der Aussage eines handgreiflichen Rentners) und zu langsam für die Straße (habe ich mir auch schon mehrere Male von stresssuchenden vierrädlern anhören müssen wobei ich auch schon mehreren handgreiflichen Aktionen ausgesetzt war) … also was soll man machen ? Ich betone das ich immer rücksichtsvoll fahre und meistens auch allein (leider) gute fahrt weiterhin und passt auf euch auf LG der Peter ?

  • anonym
    2. Juni 2016 at 23:27

    Als ich einmal mit dem ALu-Roller unterwegs war, drängte mich ein schäbiger Kleinwagen absichtlich unter gehuppe so zur Seite, dass ich fast gestürzt wäre.
    Vor lauter Schock rief ich “was fürn Spaten”.
    Dann hielten die beiden stämmigen Männer tatsächlich an und einer sprang raus und kamm mir brüllend mit erhobener Faust entgegen.
    Da ich die Schleichwege in meiner Stadt gut kenne bin ich schnell abgebogen und davon.
    So wie der aussah hätte der mir (16-jähriges Mädchen) einige Erinnerungen eingezeichnet.^^

  • Jürgen W.
    3. Juni 2016 at 8:38

    Wegen 10 Sekunden wird in Deutschland schon mal der tot eines Radfahrers in Kauf genommen. Ich empfehle jedem RennradFahrer aus Beweisgründen eine kleine ActionCam am Rad zu montieren. Selbst wenn man nicht alles darauf sieht, ist verblüffend welche Abschreckung es zeigt , wenn die Idioten merken dass sie gefilmt werden.

    • Torsten
      3. Juni 2016 at 14:35

      und illegal ist es allemal, so einfach im öffentlichen Raum zu filmen, aber Radfahrer dürfen dass, die haben ja Sonderrechte, ich vergaß, sorry, mein Fehler !

      • Sportspinner
        3. Juni 2016 at 14:42

        Hi Torsten,

        auch das stimmt so nicht. Man darf filmen, muss nur bestimmte Dinge vor dem veröffentlichen Unkenntlich machen. Und kleine Kinder darf man nicht filmen, bevor man nicht die Erlaubnis des Elternteils hat etc…. Ich darf grundsätzlich filmen, wo ich will im ÖFFENTLICHEN Raum.

      • Tunichtgut
        26. Oktober 2016 at 0:04

        Und Touristen scheinen auch solche “Sonderrechte” zu haben?

  • Hans Egler
    3. Juni 2016 at 16:27

    Ich wurde von einem Autofahrer auch ausgebremst. Ich habe ihn rechts überholt und ihn hofflich gebeten durchs offene Fenster damit aufzuhören. Er nahm die Verfolgung auf und hat mehrfach versucht mich zum Sturz zu bringen was ihm dann auch irgentwann gelang. Leichte Verletzungen an den Beine, Rahmen defekt etc. Zeugen gabs zu genüge weil es in der nähe einer Fußgängerzone war. Gerichtsverhandlung gabs dann. Führerschein weg von ihm. Ich wurde aber gefragt ob eine flucht nicht möglich gewessen wäre. Da er es überhaupt nicht einsehen wollte und fragte ob die Richterin wisse was es für ihn bedeutet hat er noch 800 euro Strafe obendrauf bekommen.

  • Flo R
    3. Juni 2016 at 18:24

    Hallo zusammen,
    unterstütze dein Anliegen voll und ganz. Gegenseitige Rücksichtnahme ist die einzige Lösung, dieses ganze “Auf den Straßen herrscht Krieg”-Gequatsche ist saugefährlich und darüberhinaus auch einfach falsch. Klar, jedes hupende Auto nervt, aber die Deppen fallen halt auch mehr auf, die Mehrzahl der Autofahrer ist vernünftig, sogar rücksichtsvoll von Zeit zu Zeit, aber das bleibt natürlich weniger im Gedächtnis. Wobei ich zugeben muss, dass ich eher selten über Land radle, aber nachdem ich jetzt seit drei Jahren neben dem Studium als Fahrradkurier in München arbeite, weiß ich ziemlich genau, was in München abgeht.
    So schlimm ist es nicht!! Wenn man sich als Rennradler bemüht, im Auto-Verkehr mitzuschwimmen, brav Handzeichen gibt (IMMER!!!! Ich erwarte von den Autos dass sie blinken, drum halte auch ich mich daran), sich über die Autos freut die Rücksicht nehmen, anstatt sich über die anderen zu ärgern und last not least im Zweifel einfach bremsen (sind meine Knochen, die riskiere ich nicht, auch wenn ich 100mal im Recht bin), dann kommt man sehr angenehm und sicher (unfallfrei seit 2 Jahren) durch. Auch in der Großstadt, auch mit hohen Tempi…
    Wichtig wäre es, dieses ständige Gestreite um Radwege und die “Benutzungspflicht” derselben mal klarzustellen. Es gibt benutzungspflichtige Radwege, diese sind aber (zumindest in München) sehr selten. Man erkennt Sie daran, dass an jeder Abzweigung, Ampel, usw. eines dieser blauen Radweg-Schilder steht und dass Sie meistens sehr gut ausgebaute Radwege sind. Da muss man dann tatsächlich drauf fahren, ansonsten nicht. Dann darf man, trotz Radlstreifens am Gehwegrand ganz normal auf der Straße fahren. Dh als schneller Rennradfahrer ist es meistens für sich und alle anderen besser auf der Straße zu bleiben, der Gehweg mit dem Radstreifen ist durch Fußgänger (ja, die gibts auch noch ;-)) und langsame Radler schon voll genug, da mit 40 durchzustechen ist viel gefährlicher als auf der Strasse zu fahren. Natürlich wissen das die meisten Autofahrer nicht und ein paar Idioten denken dann, man sei als Radler auf der Strasse “Freiwild”, dem man dringend eine Lektion erteilen müsse. Erlebe ich täglich mehrmals, ist sehr frustrierend und wer mal erlebt hat von einem Autofahrer richtig in Gefahr gebracht zu werden, der seinerseits sicher in seinem Blechkasten sitzt, der weiß wie wütend man da werden kann. Ich persönlich habe schon drei Situation erleben müssen, in denen diese Erziehungsmaßnahmen zu Unfällen geführt haben (gottseidank nur als Zeuge) und die Autofahrer aus allen Wolken gefallen sind, als die Polizei Ihnen die Rechtslage und die Konsequenzen erklärt hat: Volle Schuld beim Autofahrer, Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung, Schmerzensgeld und noch dazu: Da liegt dann ein blutender Mensch am Boden, den Sie runtergefahren haben.
    Fazit: Kein Krieg auf den Straßen, sondern ziemlich viele, ziemlich komplizierte Regeln, viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer mit jeweils eigenen Vorstellungen von diesen Regeln… ein Wunder wie gut das insgesamt funktioniert! ABER: Wenn ich im Auto sitze, habe ich die Verantwortung für ein tonnenschweres, potentiell tödliches Gefährt, wer hier stur auf sein vermeintliches Recht beharrt, der riskiert das Leben von Schwächeren, und das ist moralisch einfach nicht zu rechtfertigen, erst Recht nicht, wenns letztlich nur drum geht, wer als Erster an der nächsten roten Ampel wieder bremsen muss.

    Gruß und vielen Dank an jeden Autofahrer, der auch mal bremst 🙂

  • Albert Kahle
    3. Juni 2016 at 19:38

    So etwas ähnliches haben wir auch schon erlebt.
    Zwar nicht so extrem aber doch gefährlich.

    I Love Lightweight!

  • Tobias
    3. Juni 2016 at 20:27

    Ich verstehe es nicht!?
    Ihr Radfahrer wisst selbst, dass ihr das schwächere Glied seid.
    Aber trotzdem wird provokant auf einer Landstraße nebeneinander gefahren.
    Da mir meine Sicherheit etwas wert ist, würde ich so etwas nie tun.

    Das Ausbremsen ist selbstverständlich vollkommen unangebracht,
    aber zu Hupen finde ich vollkommen legitim.

    Denn spätestens von 20 Warnsignalen per Hupe muss mir doch ein Licht aufgehen,
    dass das was ich hier mache irgendwie störend oder hinderlich für andere ist.

    Viele Autofahrer sind unsicher und nach einer langen Landstraßen fahrt auch ein wenig abgelenkt.
    Da ist ein unnötiges weites ausscheren mit dem Auto einfach eine Gefahr, gerade bei höherem Tempo.

    Anstatt sich als Radfahrer aufzuregen und weiter nebeneinander zu fahren,
    sollte man sich einfach sagen:
    Der ein oder andere Autofahrer kann das einfach nicht besser und da muss ich nicht noch ein weiteres Hindernis darstellen.

    Und gerade vor wenigen Wochen habe ich ein ähnliches Beispiel erlebt:

    Ein Rennradfahrer fährt in der Dunkelheit ohne Licht im Regen in einer 30er Zone in einer Einbahnstraße stur in der Mitte.Kein Autofahrer konnte überholen.
    Als sich plötzlich eine Lücke ergab hat dies der Autofahrer vor mir dann doch getan.
    Der Autofahrer zeigte Ihm zu Recht den Scheibenwischer im vorbei fahren.
    An der nächsten Ampel (ca. 400m weiter), schlug der Radfahrer dem Auto mit voller Kraft gegen die Seitenscheibe.
    Er fuhr über die rote Ampel, wurde fast umgefahren und rutschte auf der nassen Fahrbahn aus.
    Der Autofahrer stieg aus und schnappte sich den Radfahrer und die körperliche Auseinandersetzung zu Nachteilen des Fahrradfahrers begann.

    Was ich damit sagen möchte, ein auf das Dach hämmern oder gegen die Tür treten kann auch ganz schnell mal nach hinten losgehen.
    Das sollte man sich gerade als (in der Regel schmächtiger) Radfahrer auch mal überlegen.

  • Peter Meißner
    4. Juni 2016 at 1:15

    Wieso nehmen sich die Autofahrer das recht heraus sich wie die Könige der Straße zu fühlen !? Wir reden hier von routinierten Sportlern die mit ihren Bike umgehen können , Reaktion beweisen und sich fair verhalten weil wir uns den Sattel nicht nur alle zwei Wochen am Wochenende zwischen die Beine klemmen … ich habe noch nie versucht ein Autofahrer mit meinem Baby von der Straße zu drängen , werdet mal wach und euch auch darüber klar das ihr mit euren todbringenden PS Maschinen nicht nur mehr Verantwortung tragt sondern auch die Umwelt belastet …

  • Chris
    4. Juni 2016 at 10:42

    Das klingt ja fast wie eine Szene aus unserem Berliner Verkehr. Wenn ich hier in der Hauptstadt oder im angrenzenden Brandenburg unterwegs bin, muss ich mir auch andauerndes Hupen oder zu wenig überholabstand gefallen lassen. Leider kommen zu selten rote Ampeln um meine Meinung dazu mal dem Fahrer kund zutun.
    Schon mal überlegt ne Gopro mitlaufen zu lassen?
    Ab und an hat man so wenigstens einen Beweis. Ein Glück ist euch nichts passiert!
    LG aus Berlin

  • Christoph (kommski)
    5. Juni 2016 at 4:41

    Servus zusammen, krasse Geschichte bro. Zum einen ist diese Geschichte so sehr subjektiv, dass eine Be-, Ver- urteilung unmöglich ist. Zum anderen ziehen solche Texte immer die gleichen Reaktionen nach sich.

    Wenn angeblich auf deutschen Straßen die Aggression immer mehr zunimmt, scheinen wir Radfahrer wohl doch auch Teil des Problems zu sein. Weil wir sind der Verkehr, alle miteinander.

    Meiner Meinung nach ist es kontraproduktiv sich den Autofahrer als Feindbild auszusuchen. Er mag ein Problem sein die Ursache ist er nicht. Die Ursache ist eher eine auf Autos ausgerichtete Infrastruktur. Also eine Diskussion die auf gesellschaftlicher/politischer Ebene geführt werden sollte.

    Wenn Ihr mehr Rechte für Radfahrer/Rennradfahrer fordert, fahrt doch einfach mal bei der nächsten CM in eurer Stadt mit.

    Ich appellieren auch nicht nach mehr Toleranz und Rücksichtnahme, weil diese ist ja eh bei den meisten Menschen vorhanden. Daher kann ich auch leider keine krasse Anti-Autofahrer-Geschichte erzählen.

  • Dr. Andreas Kober
    8. Juni 2016 at 23:19

    Liebe Sportfreunde aus Deutschland, seit mehr als 25 Jahren stelle ich fest, dass ein Rennradtraining , ein Wettkampf oder ein “Wochenendausflug” in Österreich und in Italien (speziell Südtirol) immer entspannt und ohne Konflikte verläuft.
    Deutschland (vielleicht mit Ausnahme von Bayern, speziell Oberfranken) ist und wird nie ein Radsportland – dies hat sich aus den o.g. Kommentaren gezeigt !!!!

    In Österreich hilft (!) die Gendarmarie (jetzt Polizei) , in Italien (speziell Südtirol) die Carabineris durch bloße Anwesenheit.
    Rücksicht nehmen wir beide – wir als Renn -und Wettkampfradler und auch die Autofahrer in Österreich (vielen Dank) und Italien ( Hupen – eine Geste der Anerkennung).
    Besonders deutlich wird der o.g. Zustand in den sehr fragwürdigen Urteilen der AG/LG/OLG in Deutschland, wenn bei einem Autorennen (nachgewiesen oder nicht) ein Radfahrer tödlich verletzt wird . Hier geht Täterschutz ( rücksichtslose Autofahrer) vor Täterschutz ( chancenlose Radfahrer).
    Sie haben Recht – ein gesellschaftliches und medizinisches Problem!!
    Gesellschaftlich: Wir haben einen sportlich sehr guten – aber fachlich sehr ängstlichen Justizminister in Deutschland. Ein Austausch mit dem Schweizer Amtskollegen würde guttun.
    Ein Satz im Gesetz würde vieles ändern: Wer als Führer eines Kfz einen Fahrradfahrer/Fußgänger tödlich verletzt …..wird mit einer Freiheitsstrafe NICHT UNTER 2 Jahren bis …. bestraft.
    Medizinisch: Wer sich so verhält wie die oben beschriebenen Autofahrer , der hat sicher eine Neurotransmitter – Dysbalance; speziell im serotoninergen und/oder dopaminergen System – und sollte als Autofahrer nicht sofort rechtlich verurteilt werden, sondern erst medizinisch – neuropsychologisch untersucht werden ( Gefahr anderer Gewaltverbrechen).

  • Sascha König
    13. Juni 2016 at 14:12

    So lieber Sportspinner, ich bin selbst leidenschaftlicher Radfahrer und Autofahrer, und mich persönlich kotzen diese Radhosentragenden Organspender auf ihrem Drahtesel massiv an, die trotz Radweg die reguläre Fahrbahn benutzen! Warum auch immer man sein eigenes Leben derart hirnlos aufs Spiel setzen muss, anstatt den um ein Vielfaches sichereren Radweg zu benutzen, werde ich NIEMALS verstehen?! Zumal man die übrigen Verkehrsteilnehmer, egal ob Auto-, Motorrad- oder LKW-Fahrer ja auch zusätzlich in Bedrängnis bringt und fast schon nötigt, gerade auf der Landstraße. Wenn man sich überlegt, welche Unsummen vom Steuerzahler aufgebracht wurden und werden, um eine sich immer mehr bessernde Verkehrsinfrastruktur auch für Radfahrer (und Inliner!) aufzubauen, ist es einfach nur Hohn, wenn ich so einen Kamikaze-Organspender dann doch auf der regulären Fahrbahn sich abstrampeln sehe. Und ja, bei solchen Ignoranten muss ich immer zuuuufällig meine Frontscheibe putzen.

    • Sportspinner
      15. Juni 2016 at 9:14

      Also, über so einen Kommentar muss ich leider mit dem Kopf schütteln. Hast du die anderen Kommentare hier mal gelesen oder dich mal gebildet wie viele Radwege es in Deutschland in ländlichen Gebieten prozentual gibt? Da sind wir je nach Region bei 10-15%. Für diesen Teil der Straßen gebe ich dir Recht, WENN der Radweg in einem passablen Zustand ist, was nur sehr dürftig der Fall ist. Heißt, die Wege, die für mich abseits der Straße – auf der ich im übrigen fahren darf – ungefährlicher für mich sind, liegt im einstelligen Prozentbereich. So viel dazu. Und mit deiner Ignoranz und Intoleranz kommen wir nicht weiter. Aber viel Spaß, beim Spritzwasser-Nachfüllen!

    • Lars
      8. September 2016 at 8:32

      Da ich beruflich täglich mit Verkehrsunfällen zu tun habe, kann ich Dir versichern, dass Radwege DER Grund Nr. 1) für Unfälle sind. Ich mache das beruflich jetzt seit 16 Jahren und haben 1(!) Unfall gehabt bei dem ein Radfahrer vom gleichgerichteten Verkehr erfasst wurde. Die Unfälle passieren in der übewiegenden Anzahl wenn sich Radfahrer auf radwegen aufhalten und Autos aus Nebenstraßen, Einfahrten usw. kommen oder dorthin einbiegen. Der Gesetzgeber hat das Problem erkannt und bei der Reform der StVO klar festgelegt, dass ein Radweg nur noch als solcher auszuschreiben ist, wenn eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer gegeben ist – also ein Unfallschwerpunkt vorliegt (Die blaue Radwegskennzeichnung darf demnach nur noch dort stehen, wo aufgrund “besonderer örtlicher Verhältnisse eine erheblich erhöhte Gefährdung für Radfahrer besteht – so auch das BVerG).
      Wo ein Radfahrer einen anderen Verkehrsteilnehmer in Bedrängnis bringt ist vollkommen unklr?? Weil er bremsen muß? Das ist keine Bedrängnis, sondern Bequemlichkeit, bzw. die Meinung, man würde behindert, weil man nicht so schnell fahren kann, wie man will. Es gibt aber kein Recht für irgendeinen Verkehrsteilnehmer die erlaubte Geschwindigkeit auch zu fahren….

  • Leon G
    13. Juni 2016 at 14:50

    Schlimm ist es auch wenn das Auto noch ein Anhänger hat, man denkt das Auto ist vorbei und dann noch was an einem vorbei rauscht.

  • Ra(n)dnotizen #45 【ツ】 By Schrottie 【ツ】 Altmetall
    20. Juni 2016 at 0:01

    […] jeden Tag unzähligen Stoff für so etwas liefert. Beim Sport-Spinner stolperte ich neulich über einen Artikel, wie ich ihn selbst auch schon oft auf der Tastatur hatte, dann aber in aller Regel wieder verwarf. […]

  • Thomas
    13. Juli 2016 at 12:17

    Krasse Geschichte. Eins der Hauptprobleme sehe ich darin, dass man von Autofahrern oft nicht als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer gesehen wird.
    Letztes Jahr war ich mit meinem Cousin unterwegs, eine kleine gemütliche Tour. In einer Ortschaft trafen wir auf eine Engstelle (wir sind natürlich hintereinander gefahren), bei der wir Vorfahrt hatten. Ich weiß nicht, was sich der entgegenkommende Autofahrer gedacht hat, aber zu viel kann es nicht gewesen sein. Denn er fuhr natürlich einfach durch die Engstelle, so dass wir beide hart bremsen mussten. Da ist natürlich das Hinterrad gekommen und wir sind mit 10 cm Platz zur Hauswand auf der rechten Seite und 10 cm Platz zum Auto auf der linken Seite durch die Engstelle gedriftet. Knappe Geschichte und ich hoffe, wir müssen sowas nicht nochmal erleben…

  • Windschattenfahrer
    28. August 2016 at 15:06

    Ja, das kenne ich nur zu gut, Gefährdung durch verrückte Autofahrer.
    Ich bin Saarländer und ich glaube hier gibt es die meisten Idioten auf vier Rädern.
    Generell ist das Problem, dass man sich als Radfahrer nicht dagegen wehren kann.
    So weiss ich das aus eigener Erfahrung.
    Als mir auch wieder mal der Kragen platzte, wollte ich eine Strafanzeige bei der Polizei aufgeben.
    Der Nette Beamte sagte, dass können sie gerne machen, aber wenn sie den Autofahrer nicht eindeutig erkannt haben, verläuft die Sache im Sand.
    Oder habt ihr vielleicht andere Erfahrungen gemacht????

  • Lars
    8. September 2016 at 8:02

    Die Autofahrer übersehen immer 2 Dinge:
    1) Sie tragen die Betriebsgefahr, d.h. eine verschuldensunabhängige Haftung für jeden Unfall (§ 7 StVG), das gibts bei Fahrrad nicht. Selbst wenn man einen Radweg nicht benutzt, muß der Autofahrer beim Unfall dem Fahrradfahrer ein Verschulden nachweisen, während er selbst sich nicht exculpieren kann. Insoweit ist der Autofahrer immer der Dumme, er – bzw. seine Versicherung – müssen zahlen.
    2) Sie haben ein Kennzeichen, was man ablesen kann. Und es gibt Mittel und Wege sehr schnell rauszubekommen, wem das Fahrzeug gehört. Wenn er einen Brief von der Polizei bekommt, dann ärgert er sich. Wenn er aber einen (anonym kommt besser) Brief bekommt, dass er künftig besser um Radfahrer mal einen großen Bogen machen sollte und man ansonsten ja weiß wo er wohnt, dann schläft er dauerhaft schlecht und fährt lieber nen Umweg als einen Radfahrer zu überholen.

  • Tunichtgut
    26. Oktober 2016 at 0:13

    Sehr viele Kommentare und das meiste wurde schon gesagt.
    Die Erfahrungen, die hier geschildert werden, kann ich als Radfahrer bestätigen.

    Die Situation auf den Straßen würde ich allerdings nicht als Krieg, sondern als Anarchie bezeichnen. Jeder gegen jeden und im Zweifelsfall auf den schwächeren Verkehrsteilnehmer. Begründet wird die Aggressivität der Autofahrer durch das über Jahrzehnte eingeimpfte “freie Fahrt für freie Bürger “. So wird der Besitz des Führerscheins nicht als zu verdienendes Privileg sondern als simples Grundrecht angesehen.
    Legitimiert wird dieses verschobene Weltbild durch das Desinteresse der Polizei und der Politik.

  • Viellehner, Scarponi und Hayden tot | Ist Radfahren zu gefährlich?
    24. Mai 2017 at 9:55

    […] selbst war es, der (zurecht) vor Monaten kräftig Luft abgelassen hat, weil ich selbst fast unter dem Auto gelandet wäre. Ich war es satt immer und immer wieder als […]

  • Leave a Reply