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MEHR INTENSITÄT | TOP20 Triathlon-Tipps 2016

MACHT ES INTENSIV!!! Hört sich so einfach an. Ist es auch. Es tut nur weh. Vor allem mental ist das immer eine gewisse Herausforderung. Besonders, wenn man es nicht gewohnt ist. Aber es braucht die nötige Intensität.

Warum? Ganz einfach. Weil Ihr – bzw. die Meisten, die berufstätig sind und/oder Familie haben – wenig Zeit habt. Natürlich ist eine gesunde Grundlage wichtig. Es bringt also nichts im ersten Triathlon-Jahr nur harte Intervalle zu bolzen. Auch klar. Aber nur mit wenig bis moderater Belastung zu trainieren macht auch wenig Sinn. Denn dann fehlt der ‘Punch’ im Wettkampf. Aber ganz oft, wenn ich mich mit Altersklassen-Athleten unterhalte, die vielleicht nicht unbedingt in jedem Rennen um eine TOP5-Platzierung fighten, höre ich raus, dass sie wenig bis fast nicht vorhandene Intervalle im Training integriert haben.

MEHR INTENSITÄT = MEHR LEISTUNG

Wenn ich eins aus diesem Jahr, wenn nicht sogar aus den letzten beiden gelernt habe, dann ist es, dass mich vor allem die Umstellung zu höherer Intensität schnell gemacht hat. Auch Dank Björn Geesmann von Staps. Natürlich ist Intensität nicht gleich Intensität und genauso wenig kann man jede Einheit richtig ‘ballern’.

Also, eine gewisse Vernunft wäre vorteilhaft, das noch gepaart mit Fachwissen ideal.

Lasst es mich an einem Beispiel verdeutlichen. Nehmen wir an ihr habt vielleicht ‘nur’ 10 Stunden Zeit in der Woche zu trainieren (die top Age-Grouper trainieren eher so Richtung 15-20 Stunden), was okay ist, aber eben auch nicht mehr, um große Leistungssprünge zu erwarten, erst Recht nicht für die Langdistanz. Ausgenommen sind hier natürlich talentierte Athleten mit einer gewissen Sport-Historie, denn die können auch mit 8-12h Training/Woche top Ergebnisse abliefern. WENN du also nur diese gewisse Zeit hast, bringt es wenig diese mit verhältnismäßig viel GA1-Training vollzustopfen, weil du einfach nicht so viel GA1 trainieren kannst, um dass du riesige Leistungssprünge erwarten kannst. Dafür reicht dann die Zeit nicht aus, anders als beispielsweise bei Profis, die einfach über den großen Umfang in diesen Bereichen andere Effekte erzielen können.

VIELE TRAINIEREN MIT ZU WENIG INTENSITÄT

Es braucht einen vernünftigen ‘Training Load’, um sich mit der Zeit zu verbessern. Und bei beschränkter Zeit, geht das eben nur über Intensität. Da spreche ich vor allem für Distanzen bis 70.3! Auch auch bei der Langdistanz hat das durchaus seine Berechtigung. Ich habe mir mal einen groben Überblick verschafft und herausgefunden, dass ich ungefähr in diesem Jahr 30-35% des zeitlichen Umfangs Intervall trainiert habe, sprich also auch mit höherer Intensität.

Dass das erfolgversprechend ist, zeigen die Ergebnisse. Denn trotz,

  • 6h Training im Schnitt/Woche
  • 800 Laufkilometern
  • maximal 5 langen Läufen länger als 1:45h
  • 4700 Radkilomtern

habe ich in Rügen in 4:23h gefinished und bin meinen ersten Marathon in Köln in 2:46h gelaufen.

Das alles hat sehr viel mit den richtigen höheren Intensitäten zu tun UND mit effektivem Training, siehe meinen Blogpost von gestern ‘No Junkmiles‘!

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5 Comments

  • Nicola
    17. Dezember 2016 at 9:15

    Deine Posts sind eine Bereicherung! Vielen dank dafür und eine besinnliche Adventszeit.

    • Sportspinner
      17. Dezember 2016 at 9:50

      Vielen Dank für das liebe Feedback! Freut mich!

  • Sascha
    17. Dezember 2016 at 14:06

    Bin komplett neu im Triathlon und auch wenn vieles noch Fachchinesisch für mich ist, lese ich deinen Blog sehr wissbegierig! Vielen Dank, dass du dein Wissen teilst und mich so ggf. vor dem ein oder anderen “Griff ins Klo” bewahrst! Viele Grüße aus München

    • Sportspinner
      17. Dezember 2016 at 14:46

      Jeder halt mal angefangen. Danke dir und immer weiter machen, aber mit Köpfchen! 😉

  • elno
    19. Dezember 2016 at 7:52

    Hallo René,
    kompliment für eure Arbeit insgesamt im letzten Jahr!
    Hast du vielleicht noch Literaturempfehlungen, insbesondere zur Trainingsmethodik die auch von Staps genutzt wird?

    Grüße aus dem Saarland!

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