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Hold the Vision – Trust the Process

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Was bin ich? Wer bin ich? Und was ist mein warum? Sollten diese Fragen in dir ein zusammenkneifen der Zornesfalte hervorrufen gepaart mit animierten Fragezeichen über deinen Kopf, dann wird das definitiv kein Artikel sein, der dir in Erinnerung bleibt. Wahrscheinlich ist die Lesezeit damit hier sogar schon abgelaufen für dich.

Für alle Anderen: Welcome zu ner wilden Reise durch meine Gedanken der letzten Monate. Präsentiert aufgrund von Einsparungen vorerst “RAW”. Dafür aber ehrlich und vielleicht sogar ein bisschen emotional.

Fangen wir mit einer relativ einfachen Frage an:

Ist es wichtig seine berufliche Bestimmung zu finden?

Ich finde: JA! Geil, denkt man sich. Der Weg ist das Ziel. Let’s go. Aber mit der Antwort, fängt (leider) die Arbeit erst an. Damit ich mich selbst nicht langweile, denn ich habe diese ‘Leier’ für mich oft schon fast masochistisch exerziert, springen wir weiter, zu dem Punkt, wo man seine Leidenschaft gefunden hat und zu einem viel wichtigeren Punkt meiner Meinung nach:

dem WARUM!

Ich habe mir in den letzten beiden Jahren wiederkehrend Gedanken gemacht über mein “Sportspinner-Dasein”. Dadurch, dass es für mich immer ein Hobby war und nicht meine Miete bezahlt hat, konnte ich der Zeit die Antwort finden lassen. Was sich wie ein Luxus-Problem anhört, ist dabei aber eher eine bessere Ausrede gewissen Fragen auszuweichen. Mal davon abgesehen, dass man nicht in die Umsetzung – in das ‘einfach machen’ -kommt. Eins der größten Probleme in der heutigen kreativen Szene.

Es kommt aber ein Punkt, und Corona inklusive Shutdown mit beruflicher Unsicherheit war ein ganz essentieller, an dem ist man gezwungen auf sein Gefühl zu hören und dann tatsächlich einfach zu machen. Mut kann man mir definitiv nicht absprechen. Etwas, auf das ich immer stolz oder besser gesagt, wofür ich immer sehr dankbar war. Als ich mich dazu entschlossen habe vor zwei Jahren mit Cine-Gear und teurem Equipment zu drehen, war das so ein mutiger Schritt. Es war kein Muss, aber für mich ein wichtiger Baustein, um mich weiterzuentwickeln in meinem kreativen Dasein. Und ich bereue es bis heute nicht. Auch, wenn ich ehrlich sagen muss, es mich finanziell eher Geld gekostet hat, als dass ich mehr Aufträge bekommen hätte, auch wenn diese dann interessanter waren. Aber darum ging es nicht. Künstlerisches Dasein und sein Potential erkennen zu können (oder auch nicht) ist ein Prozess und der braucht Stufen zur Entfaltung.

Und ohne diesen Schritt damals, wäre ich heute in meinem ‘warum’ nicht so weit und hätte auch nicht die Ideen, Dinge umzusetzen, wie in der kommenden Zeit. Ich hätte auch kein Problem damit einen Weg als gescheitert anzusehen und einen Anderen zu gehen. Natürlich habe ich all das oft und immer wieder hinterfragt. Für mich gehört zu ‘failen’, falls notwendig, dazu, wie eines der erfolgreichsten Renn-Videos im Triathlon gemacht zu haben. Mir sind Niederlagen sogar die Liebsten. Und ich sage das aus dem Wissen heraus, dass ich sicherlich mit Sportspinner auf Youtube partiell gescheitert bin. Und ich sehe gerne heute wie Andere, wie Pushing Limits, es besser gemacht haben. Das Schöne ist: Ich freue mich für sie. Man erkennt darin seine Fehler, die aber vielleicht auch nicht unbedingt welche gewesen sind. Denn du machst die Dinge, die du wirklich machen willst unbewusst und mit voller Inbrunst oder eben auch nicht.

Heute weiß ich, dass mein Weg mit Sportspinner in der Form damals zu Ende war. Aber der Prozess eben nicht abgeschlossen. Und das hat mich beschäftigt.

Kennst du das, wenn du erfolgreich bist, aber nicht vollkommen?

Die Zeit, die seitdem vergangen ist, war aber keineswegs verlorene Zeit. Sie war wichtig, um aus den ganzen Puzzleteilen, die sich so angehäuft hatten, das richtige Bild zu fertigen. Voller Überzeugung. Denn dann ist das ‘machen’ ein Leichtes. Und so fühlt es sich gerade an.

Aktuell planen wir an einem neuen Format, welches mich erfüllt und unsere Stärken ausspielt, die wir redaktionell zusammen in den letzten 10 Jahren gesammelt haben. Uns ist wichtig etwas zu schaffen, das bleibt und das eine große Relevanz hat. Und bevor es von Freunden wieder heißt, ‘Rene, du plapperst mal wieder zu viel über deine Ideen und wunderst dich dann, dass es andere machen’, bin ich jetzt still und lasse die nervigen Tasten des Apple-Computers ausklingen. Nur so viel: WIR FREUEN UNS. Und ihr hoffentlich bald mit uns.

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