Allgemein Sport

Eine neue Ära | Road to Ötztaler Radmarathon 2018

Ötztaler Radmarathon 2018

Es ist anders auf einmal. Schwierig in Worten zu beschreiben. Aber diese 8. März 2018 hat etwas verändert. Ein Tag, der immer in Erinnerung bleiben wird. Da bin ich mir sicher!

Wenn ich mal kurz in Erinnerungen ‘schwelge’ und 5 Jahre zurückblicke, dann wird mir Angst und Bange. Damals war ich 30. Gerade hatte ich mit Triathlon angefangen. Totally addicted! Meine Ernährung war eine Beleidigung für meinen Körper. Meine Küche war dafür sauber. Ich benutzt sie nicht. Wer mich kennt – und das solltet ihr mittlerweile (zumindest ein bisschen) – der weiß: Dieser Sportspinner braucht Ziele und Challenges!

Tatsächlich muss ich mich irgendwie immer neu erfinden. Das gilt vor allem im Sport. Da ist dieser Drang nach Herausforderung. Gleichzeitig ist da einfach überdimensional große Neugierde, die mir selbst manchmal Angst macht. Ich wünschte es wäre ein Witz, ist es aber nicht. Aber diesen Drang musste ich verstehen lernen.

Das war ein Prozess. Ein Prozess, den ihr miterlebt habt mit allen Höhen und Tiefen. Schon lange predige ich mir und euch nicht alles so verbissen zu sehen im Sport. Triathlon ist toll, aber nicht alles, denn das Leben ist alles! Und das gilt es zu genießen und vom tiefsten Inneren Spaß zu haben. Was sich so simpel anhört, bleibt vielen verborgen.

Ötztaler Radmarathon ist am 2.September 2018

Jetzt kam eben dieser 8. März! Ich hatte es schon fast vergessen. Den Tag der Auslosung für den Ötztaler Radmarathon 2018. Und wie sich rausstellte im Nachhinein der Tag an dem mein Traum-Fahrrad fertig wurde. WAS FÜR EIN ZEICHEN! Denn ich bekam den Startplatz per Losverfahren. Was für eine kitschige Romanze. Aber ich nahm sie dankend an. Ich saß in meinem Sessel. Vor mir mein Bike, dass mich beim Aufbau fast zur Verzweiflung gebracht hat. Und endlich wieder ein sportliches Ziel. Etwas worauf ich hinarbeiten kann. Das hatte mir gefehlt. Klar, kann man immer rumnuscheln und sagen…

‘Hey Dudes und Chicks relaxed mal ne Runde Ihr Geisteskranken!’

…aber am Ende braucht es Ziele. Und das habe ich an diesem Tag erkannt. Das war mir vorher gar nicht klar. Der Schrei im Video war der zweite Schrei. Der Light-Version sozusagen.

Der ursprüngliche Schrei war voller Inbrunst. Als würdest du einer verhungerten Sportler-Seele wieder Hoffnung auf Essen geben. Es war komisch und extrem intensiv. Ich war selbst total überrascht!

Seitdem habe ich dutzende Artikel von Ötztaler Teilnehmern gelesen und mir ganze viele Fragen gestellt:

Wie hart ist das?

Schaffe ich das?

Wie schnell kann ich sein?

Wie bereite ich mich vor?

Welche Zielzeit ist möglich beim Ötztaler Radmarathon 2018?

Und das sind nur einige Fragen. Ich bin wieder ‘in the Zone’! Und ja, es hat nichts mit Triathlon zu tun. Aber ich liebe Radfahren. Allein schon dieser Aufbau war wie Mediation. Ich, der zwei linke Hände hat und ungeduldig wie ein kleines Kind ist, baut ein Rad auf. Normalerweise hätte man sowas, aufgrund der Rahmenbedingungen verbieten müssen. Wie viele haben zu mir gesagt: ‘Du baust das alleine auf? Sicher?’

Und vielleicht habe ich das auch am Anfang auf die leichte Schulter genommen. Etwas! Aber da haben wir es wieder: Man wäschst mit den Aufgaben, wenn man nur mutig genug ist und es einfach macht! It’s that simple. Wenn ich das schaffe so ein Rad aufzubauen, dann kann das jeder. Und klar muss ich vielen danken an dieser Stelle. Vor allem natürlich Parktool, die mir das Werkzeug zur Verfügung gestellt haben, wo ich am Anfang noch nicht mal wusste, wofür 80% der Sachen sind! 🙂 🙂

Ohne das Werkzeug wäre gar nix gegangen. Null Komma Null. Dafür bin ich sehr dankbar. Damit meine ich noch nicht mal das Materielle, sondern viel mehr die Erfahrung sich mit dem Rad auseinanderzusetzen. Eine ganz andere Verbindung aufzubauen zum eigenen Rad. Sich in Geduld zu üben und konzentriert zu arbeiten. Bei Problemen ruhig zu bleiben! Das war so krasses Entschleunigen! Dafür bin ich dankbar!

Jetzt sitze ich also hier. Heute kommt die erste richtige Ausfahrt mit dem neuen Bike. Die erste Trainingseinheit auf dem Weg zum Ötztaler 2018 nach zwei Wochen Krankheit. Ich bin motiviert. Für das nächste halbe Jahr bin ich in erster Linie Radfahrer und kein Triathlet. Auch wenn ich mit Sicherheit den ein oder anderen machen werde. Vielleicht auch mehrere. Ich werde auch laufen. Und Pilates machen. Und vieles mehr. Was danach ist? Keine Ahnung. Ich habe gelernt im Hier und Jetzt zu leben.

Road to Ötztaler Radmarathon 2018

Eins weiß ich jedoch: Ich werde euch mit nehmen auf meine Reise zum Ötztaler Radmarathon 2018. Auf Schritt und Tritt. Ich muss mir noch überlegen wie genau, aber ich hab Bock. Und vielleicht erfinde ich mich dabei wieder neu. Wäre ja nicht das erste Mal.

 

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply