Triathlon

DAS ENDE DES IRONMAN 70.3 WIESBADEN | NA, ENDLICH!

DAS AUS DES IRONMAN 70.3 WIESBADEN!!!!!

Da sitze ich hier mit meinem alkoholfreien Weizen in der Sonne. Waldemar Hartmann gegenüber. Mit nem normalen Weizen versteht sich.

Was halten Sie davon Herr Domke, dass es keinen Sparkasse Finanzgruppe Ironman 70.3 European Championship Wiesbaden presented by Mainova nicht mehr geben wird?

Naja, erstmal muss ich ja gestehen, dass ich mir diesen Namen nie in voller Gänze merken konnte. Wer hat sich denn so einen Titel ausgedacht? Der passt ja nur so klein auf eine Medaille, dass es eh keiner entziffern kann. Okay, ich hatte in diesem Jahr keine, aber meine Meinung dazu – das können sie ja sehen wie sie wollen – hat damit rein gar nichts zu tun. Auch nicht die Tatsache, dass ich nie ein wirklicher Freund dieser Strecke war.

Böser Münder sagen dazu, weil ich ne Pussy bin, und der Ironman 70.3 Wiesbaden einfach eine wirkliche Challenge ist – äh Herausforderung. Challenge ist ja wieder was anderes. Die beiden Serien mögen sich ja nicht. Hab ich mal gehört. Anyway. Um das Bild perfekt zu machen, muss ich da wie der Rudi Völler damals reagieren. Der konnte seine Emotionen auch nicht zurück halten. Youtube dankt es ihm bis ins Grab. Also, leg ich mal nach:

ICH HAB DEN IRONMAN 70.3 WIESBADEN NOCH NIE GEMOCHT!!!!

Schon vor dem ersten Mal hab ich gesagt, der Wolfgarten kann das mal schön alleine machen. Ich bin zu schwer, okay im Vergleich zu vielen anderen dann wieder leicht, aber das würde ja meine Argumentationskette kaputt machen. Der Kurs ist einfach zu gefährlich. Für das Gros der Leute da draußen. Anspruchsvoll ist ja gut. Aber den Streckenbelag werde ich nicht vermissen. Da weine ich eher dem Casino und dem Kurhaus nach. Da war es immer schön kühl drin. Auch wenn der Schenk hin und wieder Stuss redet und der Wolfgarten mich stresst, weil sein Vorderrad flattert. Egal. Wir hatten dennoch immer Spaß:

  1. weil man in Wiesbaden aufgrund der EM wirklich immer jeden getroffen  hat. (Okay, auch die, auf die man gerne verzichtet hätte, aber man kann nicht alles haben)
  2. weil die Leute da immer sau nett und euphorisch waren. I LIKE!
  3. weil es einfach verdammt noch mal um die Ecke war.

Sind wir ehrlich: Es ist schwer um diese Jahreszeit einen Wettkampf zu finden, der nicht zuuuuuuu spät ist und der so nah ist!? Das ist schon sexy. Sexier als Waldemar Hartmann für die nächsten fünf Leben in jedem Fall. Auch ohne Weizen. Ironman 70.3 Wiesbaden war gemütlich – passend zur Fahrtgeschwindigkeit aufgrund der Höhenmeter. Und es war unkompliziert. Aber für die WM konnte man sich nicht mehr im gleichen Jahr qualifizieren! Find ich schon mal nicht okay, Herr Hartmann.

ES GIBT GEILERE WETTKÄMPFE

Ja, es stimmt wahrscheinlich. Leistungsmässig gibt es wenige Wettkämpfe die fairer sind. Mehr als massig Eis “lutschen” nach dem Wettkampf kann man beim Ironman 70.3 Wiesbaden nämlich nicht. Wenn man dazu noch im Stande ist. Oder ins Ziel kommt. Die anderen haben sich eh keines verdient. Ich hab trotzdem welche gegessen, aber “psssst”.

Aber alles in allem – sind wir doch mal ehrlich – gibt es viel geilere Wettkämpfe!!!!!

Rapperswil – geiler.

Luxemburg – viel geiler.

Rügen – obwohl ich erst noch Anreise – auch!

Das nur mal ein paar IM-Häppchen aus meinem überschaubaren Portfolio. Wir haften uns viel zu sehr an bestimmten Wettkämpfen fest, weil es einfach gemütlicher ist. Dabei warten so viel geile Wettkämpfe da draußen, die viel mehr Erlebnis bieten und wo man in den meisten Fällen noch nicht mal gewesen ist.

Komm wir starten in Budapest oder Gdynia hört sich da für mich viel mehr Eis mit Sahne an (wahlweise auch Weizen mit Alkohol), als Wiesbaden oder Frankfurt. Zumal die Frauen da ja schon….egal, lassen wir das.

TRIATHLON IST DOCH ABENTEUER

Für mich ist Triathlon mittlerweile mehr als ein Wettkampf an einem Ort, der eine EM ist und wo die Besten am Start sind. Da sind wir ganzen Irren dann gleich noch mal angespannter in der Laktat-Rübe. Triathlon ist doch Abenteuer. Neue Orte. Neue Menschen. Das Unbequeme bewältigen. Mal raus aus dem, was man schon kennt. Mal entfliehen von den Radstrecken und Laufrouten, die man schon auswendig kennt. Triathlon ist Reisen, Spaß und Sport zusammen. Und nichts gegen Wiesbaden: Aber, meine Heimatstadt Aue steht dem in nichts nach. Und da sind die Wenigsten von Euch schon mal gewesen. Mittlerweile gibt es dort sogar asphaltierte Straßen!

Was ich sagen will: Dass die EM an einen anderen Ort wandert, ist doch auch immer eine Chance. Endlich mal eine andere Stadt einnehmen in Tights, bauchfrei und mit Kompressions-Socken. Überall knattern die Lauräder und die Eierköppe mit Aerohelmen regieren die Gassen. Ich freue mich schon zu hören, wo es hingeht.

Folgendes braucht es aber:

  1. nicht so viele Höhenmeter, damit Jan nicht wieder anfängt zu flennen, weil sein Vorderrad flattert
  2. einen Automaten für Flickzeug alle 500m
  3. ein Wechselzone, die mindestens genauso weit weg ist vom Parkplatz
  4. mindestens eine Straße mit annähernd so vielen Schlaglöchern
  5. und ein Casino: Wir wollen ja schließlich mit mehr Geld nach Hause, als wir gekommen sind.

Ich bitte das doch unbedingt bei der Auswahl zu berücksichtigen. Ach ja: Und Ostblock wäre toll!

So, Waldi. Jetzt kannste weiter trinken. Und bevor hier wieder Schärfe reinkommt und ich mir die “Scheisse” hier gefallen lassen muss, mach ich Schluss und geh Netzer einen heben!

ALLE VIDEOS ZU UNSEREN WETTKÄMPFEN IN WIESBADEN HIER:

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